Viel mehr Zeit für die Familie

Nach seinem Ausscheiden als Ortsvorsteher in Mörsbach genießt Rolf Schimmeyer nun seine zusätzliche Freizeit. Dieser verbingt er mit Famile, Hund und mit ausgedehnten Reisen. Heute wird der SPD-Politiker offiziell verabschiedet.

Heute Abend wird Rolf Schimmeyer, der nicht wieder als Ortsvorstehers in Mörsbach kandidierte, offiziell verabschiedet. Über zehn Jahre hatte der 64-Jährige das Ehrenamt bekleidet. Bei aller Arbeit, habe ihm die Tätigkeit auch sehr viel Freude bereitet: "Besonders wenn Pläne in Erfüllung gehen." Nach eigenen Worten, habe er auch sehr viel Glück gehabt. So sei unter anderem das Baugebiet "Im Hanfgarten" mit rund 50 Grundstücken fertiggestellt worden. "Dieses ist auch fast vollständig bebaut", freut sich Schimmeyer. Inzwischen gibt es dort auch einen Bolzplatz und eine Spielplatz.

Besonders stolz ist er auch auf den neuen Dorfplatz. Insgesamt wurden dafür 45 000 Euro investiert. Viel Geld aus dem Vorortbudget sei für die Möblierung und Ausstattung des Gemeindehauses verwendet worden. Auch die Raserei auf der Höhenstraße sei verringert worden. Seit fünf Jahren werden die Bleifüße auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt hingewiesen. Nur noch ganz wenige führen seitdem "viel zu schnell". Diese seien nahezu ausschließlich nachts unterwegs.

Ein zukunftweisenes Projekt sei auch der Bau der Kindertagesstätte "Hand in Hand" gewesen, so Schimmeyer. Dort werden eine gemischte und eine offene Kindergruppe und außerdem 24 Ganztagsplätze angeboten. Grund für den Neubau sei die große Nachfrage nach Kita-Plätzen gewesen, die mit der alten Einrichtung nicht mehr erfüllt werden konnte. Schimmeyer sah sich als Ortsvorsteher als ein "Vermittler zwischen Bürger und Stadt" - als eine Vertrauensperson, die für jederlei Anliegen der Mörsbacher stets ein Ansprechpartner gewesen sei. Politisch aktiv ist der Sozialdemokrat seit den achtziger Jahren, als er das erste Mal in den Ortsbeirat gewählt wurde. Im Vergleich zu früher seien die Menschen kritischer geworden und hätten auch viel mehr Ansprüche an die Kommunen. Oft fehle es am Verständnis, wenn manche Dinge einfach nicht zu realisieren sind.

Nach seinem Ausscheiden als Ortsvorsteher genießt Schimmeyer seine zusätzliche Freizeit: "Ich bin unabhängiger." So könne er jetzt auch viel öfter mit seiner Frau in Urlaub fahren. Dafür haben sie ein Wohnmobil, mit dem sie immer mehr auf Touren gehen. Auch Hund "Blacky" halte ihn auf Trag. Oft gehe er mit seiner Familie spazieren. Darüberhinaus beschäftigt sich der Mörsbacher mit Gartenarbeit und mit Arbeiten an seinem Haus, die während seiner politischen Tätigkeit oft auf der Strecke geblieben seien.