Viel Geld kommt unter die Erde

Mehr als eine dreiviertel Million Euro werden in der Blumenstraße in Contwig in der Erde verbuddelt. Neben neuer Kanal- und Wasserleitung sorgt die Gemeinde für eine neue Fahrbahn und Bürgersteige.

Ein großes Ausbauprogramm haben die Mitglieder des Ortsgemeinderates auf den Weg gebracht. Der Fokus liegt dabei auf dem Ausbau der Ortsstraßen, welche in der Nachkriegszeit, den 50er und 60er Jahren, erstmals asphaltiert oder gar erstmals hergestellt wurden. Die Blumenstraße über den Bahngleisen, welche auch das Heim der Pfälzerwäldler erschließt, ist ein solcher Straßenzug. Die Verbandsgemeindewerke Zweibrücken-Land und die Gemeinde arbeiten Hand in Hand. 800 000 Euro werden in die Erneuerung der Blumenstraße investiert.

Es würde ja überhaupt keinen Sinn ergeben, wenn die Verbandsgemeindewerke und die Ortsgemeinden gerade bei der Straßensanierung nicht eng zusammenarbeiten würden, stellt Ortsbürgermeister Karlheinz Bärmann aus Contwig fest und findet lobende Worte für die gute Zusammenarbeit mit der Werkleitung. Als die Gemeinde jetzt das geschnürte Ausbauprogramm für die älteren Dorfstraße auf den Weg brachte, sind die Werke ihrerseits nicht untätig geblieben.

Entsprechende Untersuchungen im Untergrund ergaben, dass ein neuer Regenwasserkanal verlegt werden muss, die Wasserleitung dringend einer Erneuerung bedarf und anschließend die Gemeinde mit dem Fahrbahnausbau an der Reihe ist. Bärmann: "Für die Gemeinde war klar, dass die Blumenstraße nach dem Vorbild der Schottenbach- und Gutenbrunnenstraße ausgebaut wird. Also ein niveaugleicher Ausbau für die Fahrbahn und den beidseitigen Gehweg." Das habe sich in den Vergangenheit bei den beiden genannten Straßenzügen als gut für die Verkehrsnutzung erwiesen und sollte als Beispielausbau Schule machen. Neben der Blumenstraße steht der Dellenweg als Anschlussstraße für das kommende Jahr an.

Die Vorbereitungen für diesen Straßenausbau laufen auf Hochtouren und ziemlich genervt ist Bärmann, der selbst in seinem Berufsleben in der Baubranche aktiv war, darüber, dass wegen Verwaltungsvorschriften wieder einmal die Ausbaukosten in die Höhe schnellen.

Der Ortsbürgermeister erklärt: "Wir müssen jetzt vor jeder Ausbaumaßnahme die entsprechenden Baufelder auf Munitionsrückstände überprüfen lassen. Beim Dellenweg sind das rund 16 000 Euro . Ohne eine gutachterliche Freigabe fährt kein Bagger ins Baufeld rein. Da sind uns einfach die Hände gebunden, da müssen wir in den sauren Apfel beißen."

Im Ortsteil Stambach steht der Ausbau der Schulstraße bevor, die Felsackerstraße soll dort folgen.