Verbandsgemeinderats-Wahlen Zweimal sind die Schwarzen, nur einmal die Roten vorne

Südwestpfalz · Während die SPD in den Verbandsgemeinderäten verloren hat, konnten CDU und FWG Boden gutmachen.

 Obwohl die Wahlbeteiligung vielerorts nicht gerade überragend war, hatten die Wahlhelfer wie hier in Hornbach durch die schiere Masse der verschiedenen Wahlen viel Arbeit. Gezählt wurde teilweise bis Montagabend.

Obwohl die Wahlbeteiligung vielerorts nicht gerade überragend war, hatten die Wahlhelfer wie hier in Hornbach durch die schiere Masse der verschiedenen Wahlen viel Arbeit. Gezählt wurde teilweise bis Montagabend.

Foto: Norbert Schwarz

Christdemokraten gewinnen im Verbandsgemeinderat Zweibrücken-Land zwei Sitze hinzu, einen Sitz mehr kann die Unabhängige Wählergemeinschaft für sich verbuchen. Klare Wahlverlierer sind die Sozialdemokraten mit einem Sitzverlust wie die Grünen, die gleich zwei Sitze einbüßen mussten. Mit insgesamt 12 Ratssitzen wird die CDU stärkste Fraktion im Verbandsgemeinderat von Zweibrücken-Land. Neun Sitze entfallen auf die SPD. Die FDP bleibt konstant bei 5 Sitzen, dicht gefolgt von der UWG die nunmehr über vier Sitze im 32-köpfigen Verbandsgemeinderatsgremium verfügt. Zwei Sitze fielen an die Grünen.

Verbandsbürgermeister Björn Bernhard (CDU) war ob eines solchen Wahlsieges verständlicherweise hocherfreut. Da zahlte sich auch das lange Warten auf das Auszählungsergebnis von Kleinsteinhausen aus, das erst Montagnachmittag bei der Wahlzentrale in Zweibrücken-Land eintrudelte. Im Heimatort von Ortsbürgermeisterin Martina Wagner, die auch Beigeordnete des Landkreises Südwestpfalz ist, hatte die CDU mit 46,7 Prozent jedoch klar die Nase vorn. Gefolgt von der SPD, die 18,2 Prozent für sich verbuchte und der FDP, die auf immerhin 16,2 Prozent kam. Die UWG landete bei 14,4 Prozent und die Grünen bei 4,5 Prozent.

Grau, rot, gelb und schwarz, das ist das Farbenbild, welches die Grafik des Landeswahlleiters für die Stimmabgabe bei der Wahl zum Verbandsgemeinderat von Zweibrücken-Land zeichnet. Battweiler, Hornbach, Mauschbach und Großsteinhausen sind die Ortschaften, in welchen die FDP größte Dominanz vorzuweisen hat. Erstaunlich dabei das Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und FDP in Battweiler. Die Sozialdemokraten färbten bisher die Stimmkarte rot ein, jetzt ist Battweiler aber mit 32,9 Prozent für die FDP gelb. Die SPD kam auf 28,5 Prozent, die CDU auf 22,7 Prozent und die UWG auf immerhin 11 Prozent der Wählerstimmen.

Einzige rote Bastion blieb Walshausen mit einer Gesamtwählerschaft von 271 Wahlberechtigten und immerhin 200 Wählern. Stark zulegen konnte hier die CDU, die nunmehr auf 31 Prozent der Wählerstimmen kam. Die SPD hat noch 34,2 Prozent und verlor insgesamt rund 10 Prozent seit der Wahl von 2019. Alle übrigen 12 Orte von Zweibrücken-Land sind schwarz eingefärbt, also in der Mehrheit CDU-Wähler. Mit 12 Sitzen klarer Sieger die CDU auf der Verbandsgemeinde-Ebene. Gefolgt von der SPD die auf 26,8 Prozent kommt. Dritte Kraft bleibt die FDP mit 14,2 Prozent. 13,2 Prozent gab es für die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG). Abgeschlagen die Grünen mit 6,7 Prozent.

Erfahrene Kommunalpolitiker wissen: In Contwig wird die Wahl entschieden – und das bewahrheitete sich auch diesmal. Für die CDU und Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette gab es insgesamt 6029 Personenstimmen. Ihr folgte der Bechhofer Paul Sefrin, übrigens auch in Contwig groß geworden, mit 4629 Stimmen. Thorsten Sefrin, bisher Fraktionssprecher und Contwiger erreichte 3859 Stimmen.

SPD und CDU büßen bei den Wahlen zum Verbandsgemeinderat von Bruchmühlbach-Miesau Mandatsträger ein. Von den 28 zu vergebenden Ratssitzen bleibt die SPD-Fraktion, die mit Christian Hirsch auch den neuen Verbandsbürgermeister seit dem vergangenen Jahr stellt, wohl stärkste Fraktion im Verbandsgemeinderat, doch statt der bisherigen 13 Sitze kommen die Sozialdemokraten nach dem vorläufigen Wahlergebnis nur noch auf 12 Sitze. Noch stärker gebeutelt sieht sich die CDU-Fraktion, die der Vogelbacher Manfred Leonhardt anführt. Die CDU verlor 2 Sitze und hat jetzt nur noch 9. Übrigens, das Farbenspiel nach dem jetzigen Urnengang wird bunter, den die FDP konnte im Verbandsgemeinderat von Bruchmühlbach-Miesau Fuß fassen und auf Anhieb einen Sitz gewinnen. Erheblichen Stimmenzuwachs kann auch die Wählergruppe Heintz verbuchen, welche ihren Stammsitz in Voge. Bei der Kommunalwahl 2019 schon im Rennen gab es damals vier Sitze für die Wählergruppe Heinz – jetzt sind es sechs.

Wer mit wem in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben eine Koalition eingeht, dürfte zu einer spannenden Geschichte werden. Dem allgemeinen Trend folgend verlor auch in dieser Verbandsgemeinde die SPD erheblich an Zugkraft und muss auf gleich 2 Sitze verzichten. Der gleichfalls frisch ins Amt gewählte Verbandsbürgermeister Patrick Sema (SPD) steht also ohne Hausmacht da und braucht Verbündete wie beispielsweise die Freien Wähler mit ihren 10 Sitzen – die diese übrigens aus dem Stand für sich gewinnen konnten. Stärkste Fraktion sind allerdings die Christdemokraten mit 13 Sitzen (+1). Interessant das Farbenspiel, wie es der Landeswahlleiter auf der Übersichtskarte vorgibt. Restlos Schwarz-Grau mit einem satten roten Tupfer in der schon immer roten Hochburg von Rieschweiler-Mühlbach. Dort gab es für die Genossen noch ein „Traumergebnis“ von 42,4 Prozent. Allerdings, auch hier die FWG Thaleischweiler-Wallhalben auf dem Vormarsch mit 34,4 Prozent.

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