Verdacht auf Brandstiftung

Zweibrücken. Am Freitag in den Morgenstunden war das letzte Brandnest des abgebrannten Reithallenteils endgültig ausgelöscht und die siebenköpfige Brandwache konnte gegen acht Uhr in der Morgenfrühe wieder zur Hauptfeuerwache zurückkehren

Zweibrücken. Am Freitag in den Morgenstunden war das letzte Brandnest des abgebrannten Reithallenteils endgültig ausgelöscht und die siebenköpfige Brandwache konnte gegen acht Uhr in der Morgenfrühe wieder zur Hauptfeuerwache zurückkehren. Die gesamte Nacht hindurch suchte sich das schwelende Feuer immer wieder im trockenen Gebälk der Reithalle in den Birkhausen, die am Donnerstagabend großenteils ein Raub der Flammen geworden war (wir berichteten) oder den Stroh- und Heuvorräten Nahrung. Die Arbeit der Nachtwache war durch den drei Mann starken Helfertrupp des Zweibrücker THW, es hatte die Ausleuchtung der Brandstelle übernommen, verstärkt worden."Die Entscheidung, diese Nachtwache vor Ort zu belassen war richtig gewesen", bestätigte der Zweibrücker Stadtfeuerwehrinspekteur Harald Schmieg im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: "Sonst hätte uns das Feuer vielleicht doch noch ein Schnippchen geschlagen und ums um den Lohn der harten Einsatzarbeit gebracht". Es war das erste Großfeuer in diesem Jahr für die Stadtfeuerwehr Zweibrücken und Schmieg betont noch einmal, dass allein der Umstand, sofort Großalarm auszulösen, letztendlich für den Gesamterfolg ursächlich war. Das Heranbringen des Löschwassers, als der hintere Hallenteil bereits voll in Flammen stand, war durch die vielen Einsatzkräfte schnell und vor allem reibungslos zu bewerkstelligen gewesen. Die Stadtfeuerwehr aus Homburg hatte konnte deshalb auch wieder verhältnismäßig früh den Schadensort verlassen. Für Harald Schmieg war das Zusammenwirken aller Feuerwehrkräfte aufschlussreich und wegweisend. "Wir haben in der Vergangenheit das immer wieder geübt und das hat jetzt im Ernstfall bestens geklappt". Thomas Hohn von der Löscheinheit Hornbach bestätigte dies mit dem Hinweis, dass die Versorgung der Wehren mit Löschwasser bestens geklappt habe. Die Hornbacher schafften mit ihrem Tanklöschfahrzeug Löschwasser herbei.

Nach wie vor ungeklärt ist die Brandursache. Ausgeschlossen wird ein Auslösen wegen eines technischen Defektes oder Selbstentzündung, weshalb die Kriminalbeamten nun verstärkt auch der Frage einer Brandstiftung nachgehen. Der offensichtliche Brandherd werde im Bereich von gelagertem Buchen- und Eichenholz außerhalb der Reithalle vermutet, teilte gestern die Polizeidirektion Pirmasens mit. Der Gesamtschaden werde auf etwa 120 000 Euro geschätzt. Personen oder Tiere kamen nicht zu Schaden. Doch ein Campingbus vor der Reithalle brannte komplett aus. "Die Entscheidung, die Nachtwache vor Ort zu belassen, war richtig."

Harald Schmieg