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Verbundstein-Llsung für Schulstraße Wallhalben

Straßensanierung Wallhalben : Rat ist für Verbundstein-Lösung

In Wallhalben soll eine Abzweigung der Schulstraße saniert werden – sobald die Finanzhilfe des Landes steht.

Ein schmales Straßenteilstück der Schulstraße zweigt kurz vor der Straße zum Ochsenberg von der Schulstraße ab. Schmal, ohne Randsteine oder Bürgersteig. Wasserleitung und Kanal sind verlegt, der asphaltierte Straßenbelag gleicht einem Flickenteppich. Im untersten Teilstück, auf einer Länge von 55 Metern, soll jetzt alles neu werden. Die Baukosten sind auf 73 500 Euro geschätzt. Vom Land erwartet die Ortsgemeinde Wallhalben eine Kostenhilfe in Höhe von 60 Prozent zu den förderfähigen Kosten. 

Zur jüngsten Ratssitzung konnte Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard zwei Ausbauvarianten vorstellen lassen, welche das beauftragte Planungsbüro Dilger aus Dahn in den zurückliegenden Wochen erarbeitet hatte. Asphalt für die Fahrbahn oder Verbundsteine für den gesamten Straßenbereich mit einer Mittelrinne zum Ableiten des anfallenden Oberflächenwassers ist eine der Kernfragen gewesen. Tendenziell ist die Meinung für das Verbundpflaster gewesen. Das wurde auch vom Planungsbüro favorisiert. Der Grund: Die Straße wirke breiter, offener und insbesondere der Umstand des Angleichens an die sehr verzwickte Situation bei den Eigentumsverhältnisse lasse eine bessere und saubere Anpassung zu.

Bedenken meldete das Ratsmitglied Jürgen Schnur an. Dieses erinnerte daran, dass im steilen Bergabschnitt schwere Versorgungsfahrzeuge oder beispielsweise das wöchentliche Müllfahrzeug schnell Schäden am Verbundsteinverband hervorrufen könnten. Zerstreut hat derartige Bedenken allerdings die Vertreterin des Planungsbüros wie auch das Ratsmitglied Hubert Scheerer, der im beruflichen Alltag mit dem Straßenbau reichlich Erfahrung gesammelt hat. Verbundsteine der Gegenwart würden sogar Verzahnungen mit Teflonband aufweisen, die früher durchaus feststellbaren Verschiebungen im Gesamtverband seien heutzutage so gut wie ausgeschlossen. An seinen Zweifeln hielt Jürgen Schnur allerdings fest, dennoch sprachen sich die Ratsmitglieder in der Mehrheit für einen Ausbau mit Verbundsteinen und Mittelrinne aus.

Dass der vorhandene Asphaltbelag raus muss, ist überhaupt keine Frage gewesen. Die Vertreterin des Planungsbüros hatte noch einmal sehr eindringlich den gegenwärtigen Zustand beschrieben. Netz- und Längsrisse im Fahrbahnbelag seien kennzeichnend, wegen der fehlenden Straßenbreite könne kein durchgängiger Bürgersteig angelegt werden. ein niveaugleicher Fahrbahnausbau mit einer Mittelrinne zur Straßenentwässerung sei die optimale Lösung, so die Vertreterin des Planungsbüros.

Bei der Geländeaufnahme war festgestellt worden, dass vielfach die Eigentumsverhältnisse beim Anlegen des Straßenkörpers nicht die notwendige Beachtung gefunden haben. So sei die Fahrbahn auf Eigentum von Anrainern angelegt worden. Um der Gemeindestraße die erforderliche Standfestigkeit zu geben, sei in einem Bereich eine Stützmauer errichtet worden. Auch in diesem Abschnitt müsse geprüft werden, ob die Standsicherheit weiterhin gegeben ist.

Auf keinen Fall soll mit den eigentlichen Ausbauarbeiten begonnen werden, bevor die Grundstücksfragen abschließend geklärt sind.

Auf ein Bodengutachten kann gleichfalls nicht verzichtet werden, weil damit die Tragfähigkeit des Arbeitsraumes gesichert wird. Aufgabe der Verbandsgemeindewerke von Thaleischweiler-Wallhalben wird es sein, die bereits im alten Straßenzug verlegten Ver- und Entsorgungsleitungen der neuen Fahrbahn auf die 55 Meter Länge anzupassen, worin Werkleiter Joachim Becker allerdings kein Problem sieht.

Wenig Zeit verbleibt der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, um den Förderantrag fertig zustellen, denn erst mit einer Zusage über eine Finanzhilfe des Landes (60 Prozent) kann die Ortsgemeinde ihren Anteil an den Ausbaukosten finanzieren.