Unternehmer mit Auslandserfahrung

Zweibrücken. Die Märkte der Zukunft liegen eher im Ausland. Das behauptete gestern Abend Tobias Schlömer vom Lehrstuhl Mittelstands-Ökonomie der Universität Trier während des Zweibrücker Wirtschaftssymposiums. So sei die Exportquote in Rheinland-Pfalz im letzten Jahrzehnt um 12,7 Prozent gestiegen. Die Zahl der expandierenden Handwerks-Betriebe habe sich verdoppelt

Zweibrücken. Die Märkte der Zukunft liegen eher im Ausland. Das behauptete gestern Abend Tobias Schlömer vom Lehrstuhl Mittelstands-Ökonomie der Universität Trier während des Zweibrücker Wirtschaftssymposiums. So sei die Exportquote in Rheinland-Pfalz im letzten Jahrzehnt um 12,7 Prozent gestiegen. Die Zahl der expandierenden Handwerks-Betriebe habe sich verdoppelt. Die Betriebe müssten allerdings Erfolgsfaktoren beachten. Gefragt sei Flexibilität, Schnelligkeit, Qualität und ein Spezialisierungsgrad durch Fachkräfte.Der Zweibrücker Unternehmer Hartmut Pallmann, dessen Maschinenfabrik weltweit tätig ist, ergänzte: "Man muss das richtige Angebot haben." Auch ein gewisser Bekanntheitsgrad und Vertrauenswürdigkeit seien sehr wichtig, um im Ausland lohnende Geschäfte abschließen zu können. Dazu kämen starke Argumente und Standfestigkeit. "Wie groß die Welt ist, das bestimmt jeder selbst", stellte Pallmann klar. So habe sein Betrieb am Anfang auch lediglich in der Region zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern Kunden gehabt. Inzwischen ist Pallmann in Nord- und Südamerika und Asien vertreten. Von Indien aus würden Geschäfte in Afrika abgewickelt. Als nächstes plant der Geschäftsmann, vom türkischen Istanbul den Nahen Osten zu erschließen. Kein Markt gleiche dem anderen, macht er deutlich, dass stets die Besonderheiten der jeweiligen Länder zu beachten seien. "Wichtig ist, dass der Kunde die Produktunterschiede kennt", sagt der Zweibrücker. Bei der "Eroberung" der ausländischen Märkte sollten die Unternehmer Reserven in der Hinterhand haben, um auch Rückschläge gut verkraften zu können. Zweibrückens Oberbürgermeister Helmut Reichling zeigte sich von den Erfahrungen Pallmanns tief beeindruckt: "In unserer Stadt gibt es viele Unternehmen, die im Ausland verbunden sind."Marcus Reister vom Zweibrücker Bauunternehmen Wolf & Sofsky berichtete von seinen Erfahrungen in Luxemburg. Dort sei ein Großauftrag mit einem Stammkunden abgewickelt worden. Reister lobte vor allem das unbürokratische Arbeiten der dortigen Behörden.