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Umplanungen am Baugebiet Kornberg in Walshausen

Ortsgemeinderat : Umplanungen am Baugebiet

Deswegen wird das Verfahren am Kornberg in Walshausen länger brauchen als geplant.

Dumm gelaufen. Eigentlich ist es nicht allein Ziel von Ortsbürgermeister Gunther Veith gewesen, bis zum Spätherbst einen rechtskräftigen Bebauungsplan für das geplante Neubaugebiet „Am Kornberg. 2. Erweiterung“ in Händen zu haben. Gegenwärtig scheint dieser Plan sich allerdings nicht mehr realisieren zu lassen. Der Grund: Eine erneute Offenlage ist notwendig. Es gab Planänderungen, die doch die Planungsgrundzüge betreffen. Eine breitere Straße, einen größeren Wendehammer am Straßenende. Sonst aber bleibt alles aus planungstechnischer Sicht wie gehabt. 

Jetzt haben die Mitglieder des Ortsgemeinderates und Ortsbürgermeister Gunther Veith die erneute Offenlage des Planes beschlossen. Noch in diesem Jahr sollte der Bebauungsplan Am Kornberg, 2. Erweiterung rechtskräftig werden. Die Weichen dafür waren vor Monaten bereits gestellt worden. Dipl.-Ing. Christoph Bökenbrink vom Planungsbüro WSW & Partner GmbH aus Kaiserslautern hatte dem Rat eingehend die Plansituation und Erschließungs-Überlegungen dargelegt.

Seit Jahrzehnten ist Baulanderschließung im idyllischen Dorf angesagt. Aber dieser ehrenwerten Absicht der Kommunalpolitiker standen von allem Anfang an erhebliche Hindernisse entgegen. Ortsbürgermeister Veith schon zum Jahresbeginn in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur über die Vorhaben und Pläne für das Jahr 2021: „Unsere Dorftopograhie ist alles andere als einfach. In der Talaue haben wir ein klassifiziertes Gewässer, hinter dem alten Ortskern hängiges Gelände. In einer Hanglage heutzutage zu bauen ist zwar beileibe kein unüberwindbares Hindernis mehr, für viele Bauherren sogar eine gesuchte Herausforderung, weil dann in Südhanglage die Einstrahlung ausgenutzt werden kann. Dennoch, beim Planen ergeben sich meist Zwangspunkte die nicht aus der Welt zu schaffen sind.!“

Darauf war Planer Christoph Bökenbrink detailliert eingegangen und auch Ortsbürgermeister Veith hatte festgestellt: „Dieser Planentwurf für die weitere Bebauung der Gewanne am Kornberg ist das ausgereifteste und beste Ergebnis von verschiedenen Betrachtungen der Baulanderschließung in Walshausen.“

Baugelände zum Errichten von Einzel- und Doppelhäusern soll angeboten werden. Insgesamt wird eine Fläche von 5800 Quadratmetern mit dem B-Plan überzogen. 4000 Quadratmeter groß ist die eigentliche Baufläche. Um den Ansprüchen der künftigen Bauwilligen gerecht zu werden, werden kleinere und größere Baugrundstücke angeboten, von 400 Quadratmetern bis 800 Quadratmeter groß.

Der Grundstückskauf ist nicht begrenzt. Mehrfamilienhäusern im Baugebiet wurde allerdings dadurch ein Riegel vorgeschoben, dass auf jedem Grundstück nur maximal zwei Wohneinheiten geschaffen werden können. Beim Festsetzen der Trauf- und Firsthöhe findet die Beschaffenheit des Geländes vor Ort einen Wiederhall. Dazu Planer Bökenbrink: „Bei der talseitigen Traufseite darf diese höchsten 8 Meter hoch sein. Der First 11 Meter. Bergseitig stehende Bauobjekte haben eine geringere Höhe.“ Mit der Leitplanung und den vorgenommenen Festsetzungen im Planwerk sei auf jeden Fall ausgeschlossen worden, dass innerhalb des kleinen Baugebietes bauliche Fremdkörper entstehen können, die dem Dorfbild schaden. 

Die Stichstraße zum neuen Baugebiet, abzweigend von der innerörtlichen Straße „Dorfberg“, soll nunmehr statt der bisher 3,50 Meter eine Breite von vier Metern haben. Am Straßenende gibt es einen Wendehammer mit einer passenden Größe. Auch dieser ist in der geänderten Planung vergrößert worden.

Die Zustimmung wie erneute Planoffenlage erfolgte ohne weitere Diskussionen einstimmig. Wie derzeit üblich, unterrichtete Verbandsbürgermeister Björn Bernhard auch das Walshauser Ratsgremium mit Ortsbürgermeister Gunther Veith über die gegenwärtigen Pläne den Ortsgemeinden, die einen Kindergarten in der Trägerschaft haben, noch mehr als bisher zur Seite zu stehen. Mit dem neuen Zukunftsgesetz für Kindertagesstätten hat sich seit Jahresmitte vieles verändert an Zuständigkeit und Verantwortung. Im ersten Schritt ist der Fokus auf eine Veränderung beim Personal gedacht. Hier könnte die Verbandsgemeinde zentral die Trägerschaft übernehmen.

Walshausen selbst hat keinen eigenen Kindergarten. Die Walshauser Eltern wählen zwischen Kleinsteinhausen und Dellfeld. Nach Einschätzung von Gunther Veith müsse abgewogen werden. Björn Bernhard zeigte, wie bei anderen Gesprächsterminen auch, die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten auf. Gegen den Willen der Ortsgemeinden wird jedenfalls nicht entschieden, so seine Zusicherung auch im Walshauser Rat.