Über 20 Straußjugendliche

Battweiler. Stilvoll, dennoch ausgelassen und mit großartigem Humor gepaart, füllte die Straußjugend gestern den alten Kerwebrauch in Battweiler mit Leben. Zur Kerweredd bei der Konrad-Loschky-Halle fanden sich viele Bürger ein

Battweiler. Stilvoll, dennoch ausgelassen und mit großartigem Humor gepaart, füllte die Straußjugend gestern den alten Kerwebrauch in Battweiler mit Leben. Zur Kerweredd bei der Konrad-Loschky-Halle fanden sich viele Bürger ein. Mit stimmungsvoller Blasmusik waren zuvor die mehr als 20 Straußmädels und Straußbuben nach alter Sitte durch den Ort gezogen und ließen dabei den bunten Strauß bewundern, den sie für die Kerwetage zur Freude aller prächtig herausgeputzt haben. Die Kerweredner Anna Lorang und Aron Schäfer wussten in humorvollster Art und Weise die vielen Lauschenden bei Laune zu halten. Eine alte Gepflogenheit ist es dabei jedes Jahr, dass zunächst einmal die große Politik auf die Schippe genommen wird und das Blasorchester passend zur Eurokrise intonierte: "Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wieder haben". Weil es in Zweibrücken keine Disco mehr gibt, lässt es die Stadtjugend einfach in Battweiler krachen (Oster- und Weihnachts-Disco) und nach der obligatorischen Standpauke für jedes Mitglied der Straußbubengemeinschaft, gab es die örtlichen Neuigkeiten. "De Zipp iss jetzt Vorstand vun unserer Sportlergilde, seitdem mache die do unne wie die Wilde. Party ohne Ricksicht is dort es Moddo Nummer ens, so is das halt mit Hacke ihrem Jens!" Über den vorverlegten ersten Mai und die Mofa-Gang konnten sich die Zuhörer amüsieren, und glänzend wurde nochmals aufgenommen, was schon in den Gazetten für Schlagzeilen sorgte: "Es Schdraußbuwe-Komitee hat eindeudich beschloss, mit dem Zaun vorm Zaun vorm Zaun is de Becker iwwers Ziel e naus geschoss!" Von Führerscheinverlusten war ebenso die Rede wie von dem Baumklau, und das die Straußmädels nebst Straußbuben Rache geschworen haben, war gleichfalls zu hören. Auf jeden Fall war das Gelächter bei allen groß.Dass die Straußjugendlichen es nicht versäumten, in der Kerwerede an den viel zu früh verstorbenen Wirt der eigenen Wirtsbleibe zu erinnern, offenbarte Zwischenmenschlichkeit. "Unser Eck is un bleibt fa uns die Nummer ens, e schenneres Wertshaus gebds in den ganz Weschtpalz kenns. Marianne du meischderschd die Situation werglich gut, mir alle ziehe vor dir de Hut!" "Es Schdraußbuwe-

Komitee hat eindeudich beschloss, mit dem Zaun vorm Zaun vorm Zaun is de Becker iwwers Ziel e naus geschoss!"

Anna Lorang und Aron Schäfer, Kerweredner