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Tipps zum Umgang mit der neuen Biotonne

Tipps zum Umgang mit der neuen Biotonne

Seit Jahresbeginn ist im Landkreis für alle Haushalte die Biotonne eingeführt worden. Sie wird mit organischen Abfällen befüllt, die vom Restmüll getrennt gesammelt werden. In den vergangenen Wochen haben sich Kreisbürger häufig an die Umweltabteilung der Kreisverwaltung gewandt mit Fragen, wie mit der Biotonne umzugehen ist – die wichtigsten Fragen beantworten die Abfallexperten der Behörde hier im Merkur.

Was ist bei der Befüllung der Biotonne im Winter zu beachten?

Bei niedrigen Temperaturen kann Biomüll in der Tonne festfrieren, wenn die Tonne im Freien steht. Hier hilft, den Boden dick mit Papier auszulegen, nasse Küchenabfälle in Zeitungspapier oder Papiertüten zu verpacken, die Biotonne über Nacht ins Haus oder in die Garage zu stellen. Der Biomüll darf nicht in handelsüblichen Plastiktüten verpackt werden - zu 100 Prozent kompostierbare Beutel gehen.

Welche Tonnengrößen gibt es im Landkreis ab Januar?

60, 80 und 120 Liter.

Wie sieht die grundsätzliche Zuteilung des Volumens aus?

Haushalte, die Eigenkompostierung angemeldet haben, bekommen von ein bis drei Personen eine 60-Liter-Tonne und von vier bis sechs Personen eine 80-Liter-Tonne. Wer nicht selbst kompostiert, erhält als Ein- bis Drei-Personen-Haushalt eine 80-Liter-Tonne und als Vier- bis Sechs-Personen-Haushalt eine 120-Liter-Tonne.

Was ist im Sommer zu beachten?

Bei höheren Temperaturen können sich binnen Tagen Gerüche bilden. Diese sind umso intensiver, je feuchter das Material ist. Zur Vorbeugung kann man Folgendes machen: Suppen und Soßen sollen durch ein Sieb in den Ausguss gegossen und nur die dadurch getrennten festen Bestandteile in die Biotonne geworfen werden. Bioabfälle in Zeitungspapier wickeln oder Papiertüten benutzen. Eine Zugabe von Gesteinsmehl oder Gartenkalk bindet die Flüssigkeit und vermindert Gerüche. Es sollte eine Schicht von etwa zwei Zentimetern aufgestreut werden. Den Deckel der Biotonne immer ganz geschlossen halten. Auch Strukturmaterial in die Biotonne werfen, etwa kleine Äste oder Sägespäne. Damit wird die Flüssigkeit gebunden und die Luftzirkulation verbessert. Für die Biotonne sollte ein schattiger Platz gesucht werden. Sie sollte auf keinen Fall in der prallen Sonne stehen. Wenn sich in der Biotonne Maden bilden sollten, hilft eine Schaufel Gartenkalk, mit der insbesondere Fleischreste abgedeckt werden können.

Wie oft wird die Biotonne geleert?

Im zweiwöchigen Rhythmus.

Was tun, wenn die Biotonne nicht geleert wurde?

Das ist im ersten Moment ärgerlich, könnte aber berechtigte Gründe haben. Zu prüfen ist zuerst Folgendes: Befinden sich in der Tonne Wertstoffe (Glas, Dosen, Plastiktüten)? Ist das Material zu flüssig? Ist die Biotonne außen sehr verschmutzt? Ist der Inhalt der Biotonne festgefroren? Erst wenn alle diese Fragen mit "Nein" beantwortet werden können, sollte man sich mit dem Abfuhrunternehmen oder der Kreisverwaltung in Verbindung setzen.

Wer ist für die Biotonne verantwortlich?

Sie ist eine Leihtonne. Die Benutzer müssen dafür Sorge tragen, dass sie sich in einem ordentlichen Zustand befindet. Die Bürger müssen sie regelmäßig säubern. Sollten Schäden auftreten, kann die Kreisverwaltung weiterhelfen.

Warum wird die Biotonne eingeführt?

Zunächst gibt es eine gesetzliche Verpflichtung, seit dem 1. Januar eine Biotonne in allen Landkreisen und Städten einzuführen nach dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz der Bundesregierung. Aber auch wirtschaftliche Gründe spielen eine Rolle, denn die Verwertung des Bioabfalls ist billiger als die Entsorgung des Restmülls. Wer genau trennt und rechnet, kann seine Restmülltonne weniger oft leeren lassen und dadurch Geld sparen, so der Kreis.