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Tiefbauarbeiten für neuen Wertstoffhof Contwig laufen

Wertstoffhof Contwig : Mehr Platz für Verwertbares

Derzeit laufen die Tiefbauarbeiten für den neuen Wertstoffhof in Contwig.

Schon fünf Jahre lang in der Mache, jetzt endlich wird der neuen Wertstoffhof des Landkreises in der Contwiger Bahnhofstraße gebaut. Soweit Petrus den Bauarbeiterin nicht einen Strich durch die Rechnung macht, sind die Arbeiter der Firma Küntzler aus Waldfischbach-Burgalben eifrig am Werkeln. Der Landkreis Südwestpfalz als Träger investiert rund eine Million Euro an Kosten. fast die Hälfte davon verschlingen die umfangreichen Erdbewegungsarbeiten. Für rund 400 000 Euro hatte die Firma Küntzler dafür den Zuschlag erhalten. 

der neue Wertstoffhof wird viermal so groß sein wie der alte. Er wird eine Gesamtfläche von einem halben Hektar haben, also 5000 Quadratmeter eingezäuntes Gebiet sein. Aus gutem Grund, denn an spezifische Bauanlagen wie einen Wertstoffhof werden ganz besondere bauliche Anforderungen gestellt. So wusste der Planer Harald Krupp beim förmlichen Spatenstich vor Wochen auf darauf aufmerksam zu machen, dass nicht allein mit der Baugenehmigung schon alle rechtlichen Genehmigungen vorliegen. Gerade bei einem Werstoffhof kämen ergänzende Genehmigungen hinzu, wie etwa wasserrechtliche Erlaubnisse.

So macht inzwischen der Arbeitsfortgang bei der Baustelle jetzt schon deutlich, in welchem Umfang gerade das Sammeln und Ableiten des Oberflächenwassers ein baulicher Schwerpunkt ist. Auf der Nordseite des Geländeteils wird das Schaffen eine Rüchhaltemulde ein Schwerpunkt jener Arbeiten sein, zu denen die Firma Küntzler den Ausführungsauftrag bekam. Neben den eigentlichen Trassierungs- und Erdbewegungsarbeiten wird das Unternehmen auch den Entlastungskanal bauen.

 Die räumlichen Enge (1400 Quadratmeter) hatte bisher ein Befahren des Wertstoffhofes nicht möglich gemacht. Es war strikt verboten. Das wird sich künftig ändern. Gleich, ob im Kofferraum oder auf gesonderter Ladefläche, wie etwa auf einem Anhänger, die Fracht für den Wertstoffhof angekarrt wird, per Auto oder Auto mit Anhänger der Anlieferer zu den vorgesehenen Abladestationen geleitet. Im Kreisverkehr sozusagen entledigt sich der Anlieferer seiner Fracht in die entsprechenden Container.

Von den fast 5000 Quadratmetern Grundfläche des neuen Wertstoffhofes werden am Ende gut 3000 Quadratmeter befestigte Fläche sein. Verkehrsflächen, Rampe, Abstellflächen für die unterschiedlichsten Container. Rückhaltebecken und Mulde werden zusammen ein Volumen von 170 Kubikmeter haben. Nur in gedrosselter Form, zwei Liter in der Sekunde, das dieses zunächst gesammelte Wasser dem Schwarzbach zugeleitet werden.

Beim Eingang wird ein größerer Bürocontainer stehen. Von dort aus begibt sich der Anlieferer auf einen Rundkurs, welcher entgegen dem Uhrzeigersinn auf dem neuen Recyclinghof startet. Errichtet wird zudem beim Eingang eine Überdachung für die Gefahrgut-Container. Die Rampe wird das Entsorgen von Bauschutt, Altholz  und Grünschnitt erleichtern. Aus dem Kofferraum oder vom Anhänger wird das Abfallgut in den Container gekippt. Damit es keine Anlieferstaus geben kann, seien auch Zwischenstege geplant, so Harald Krupp. Sechs Großcontainer werden dafür insgesamt zur verfügung stehen.  Bis zur Mitte des kommenden Jahres soll alles fertig sein.