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Thomas Neff gewinnt Wahl zum Ersten Reifenberger Beigeordneten

Thomas Neff gewinnt Wahl zum Ersten Reifenberger Beigeordneten

Der Postbeamte Thomas Neff wird Erster Beigeordneter von Reifenberg. Ihm unterlegen war Zimmermeister Pirmin Zimmer. Derweil für Thomas Neff sechs Räte votierten, kam der bisherige Zweite Beigeordnete auf fünf Stimmen.

Dass es bereits in der konstituierenden Sitzung des Reifenberger Gemeinderates im neu gebildeten Gremium zu einer Machtprobe bei der Wahl zum Ersten Beigeordneten kommen würde, konnte niemand erwarten. Doch so kam es. Dabei spielte ein Ratsmitglied bei der geheimen Wahl das "Zünglein an der Waage". Einer der zwölf abgegebenen Stimmzettel war nämlich mit einem Kreuzchen für beide Bewerber versehen und somit ungültig. Mit 6:5-Stimmen behielt Thomas Neff die Oberhand gegenüber dem bisherigen Zweiten Beigeordneten Pirmin Zimmer.

Als Zimmer danach in dem Amt für die Wiederwahl vorgeschlagen wurde, erklärte er mit dem Verweis auf Friedrich Schillers "Der Mohr von Tunis": "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen", die Niederlegung der ehrenamtlichen Tätigkeit als Ratsmitglied und verließ den Saal. Zimmer war in der Sitzung von Hans Lauer als Erster Beigeordneter vorgeschlagen worden, weil Rudi Becker nach fast 30-jähriger ehrenamtlichen Tätigkeit im Rat, zuletzt ein Jahrzehnt als direkter Stellvertreter der wiedergewählten Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther, nicht mehr zur Verfügung stand. Dabei hob Hans Lauer das große Engagement von Zimmer hervor, erinnerte an dessen ehrenamtliches Tätigsein bei zahlreichen Aktionen, die wesentlich zur Steigerung des Wohnwertes in der Gemeinde beigetragen hätten. So etwa beim Bau des Naturerlebnispfades. Zudem sei Zimmer selbstständig und könnte sich deshalb wohl zeitlich besser ins Ehrenamt einbringen. Die Tatsache, dass Thomas Neff bei der Kommunalwahl mit 242 Stimmen an der Spitze der Wählergunst stand, wertete dagegen die wiederum in den Rat gewählte Annette Mutter als sichtbares Zeichen dafür, dass das Bürgervotum eindeutig für den Kandidaten Thomas Neff spreche. Nadine Bold schlug als dritten Kandidaten Bernd Hüther vor, doch der erklärte auf entsprechende Nachfrage der Ortsbürgermeisterin von einer Kandidatur Abstand zu nehmen und begründete dies mit dem Umstand, dass alles für ihn noch Neuland sei.

Klarer war aber das Abstimmungsergebnis bei der Wahl zum Zweiten Beigeordneten. Hans Lauer schlug Christian Bold vor, Neff den selbstständigen Steinmetzmeister Jürgen Schmitt. Auf Christian Bold entfielen sieben Stimmen, auf Jürgen Schmitt dagegen nur vier.