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Tausende Besucher strömen zum Hoffest

Tausende Besucher strömen zum Hoffest

Das Interesse am 7. Hoffest bei Kartoffelbauer Karl Gortner in Lambsborn war enorm. Allein am Sonntag dürften es rund 5000 Gäste gewesen sein. Die Oldie-Night lockte 1000 Zuhörer zum idyllischen Spielort.

Das Hoffest auf dem landwirtschaftlichen Anwesen Karl Gortners brach am Wochenende alle Besucherrekorde. Der Hofbesitzer selbst schätzt, dass am Sonntag mehr als 5000 Besucher die außergewöhnliche Hofatmosphäre genossen. Bei der Oldie-Night zum Auftakt des 7. Hoffestes mit der bekannten Rockband "Take Five" kamen rund 1000 Rockfans jeden Alters an. Selbst der Regen um Mitternacht vertrieb die Musikfreunde nicht.

Alle zwei Jahre findet das inzwischen weithin bekannte Hoffest in der Talstraße statt. Was einmal als Jubiläumsfest zum 135-jährigen Bestehen des örtlichen Männergesangvereins begann, ist inzwischen zu einem schillernden Treiben geworden. Ein Fest, bei zudem das Helfen im Mittelpunkt steht, denn ganz nach dem Motto des inzwischen gegründeten Trägervereins "Hoffest hilft helfen", fließen die erwirtschafteten Gelder nicht in eine Kasse, sondern in soziale Projekte. Gortner: "Der Erlös geht zu einem Drittel nach Brasilien , wo wir Straßenkinder mit monatlichen Zahlungen unterstützen. Ein weiteres Drittel ist für das Responderfahrzeug der DRK-Ortsgruppe Elschbach, die das Einsatzfahrzeug beim Lambsborner DRK-Verein stationiert hat; mit dem letzten Drittel unterstützen wir das Hospiz in Kusel zusammen mit der Beziehungsorientierten Flüchtlingshilfe K-Turn in Kaiserslautern." Diese Aufteilung in drei Verwendungszwecke "ist uns deshalb eine Herzenssache, weil wir inzwischen Helfer aus dem gesamten südwestdeutschen Raum haben. Von den 120 ehrenamtlichen Helfern kamen welche aus Wunsiedel im Osten, München, Baden-Baden und Karlsruhe im Süden, Trier und Mainz im Westen und Frankfurt und Gießen im Norden".

Die besondere Atmosphäre des geschlossenen bäuerlichen Anwesens mit seinem Blumenschmuck war ebenso lockend wie die Speisekarte. Das Hirschgulasch der örtlichen Jägerschaft oder die Dampfnudeln der Lambsborner Bäckerei mundeten ebenso wie das, was es auf dem angegliederten Bauernmarkt gab. Ferner unterhielten die Blasmusiker aus Martinshöhe am Sonntag mit schmissiger Musik, die Gage spendierten sie für das Hilfsprojekt in Brasilien .