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Tante Berta und Scheich Abdul el Aral

Tante Berta und Scheich Abdul el Aral

Der Heimat- und Kulturverein Rosenkopf ist für seine jährlichen Theaterstücke weithin bekannt. Am 17. Januar startet das Neueste: „Der leidige Bauplatz“ heißt es und aktuell laufen die Proben auf Hochtouren.

Den Heimat- und Kulturverein e. V. in Rosenkopf , der mit seiner Theatergruppe jedes Jahr schönstes Boulevardtheater auf die Bühne des Dorfgemeinschaftshauses bringt, gibt es seit 1981. "Unsere Hauptaktivitäten sind die Ausrichtung des Dorffestes immer am letzten Wochenende im Juni und die Theateraufführungen", betont Bürgermeister Jürgen Plagemann. Beide Veranstaltungen spülen Geld in die Gemeindekasse, das dringend für die Gemeindearbeit benötigt wird.

Am 17. Januar ist die Premiere des neuen Stücks "Der leidige Bauplatz". "Bis dahin müssen wir noch fleißig proben, wir treffen uns zurzeit jeden Abend. Natürlich geht's lustig dabei zu und immer wieder findet die Regisseurin Anita Plagemann mit ihrem Team noch Verbesserungen und neue Gags", erzählt Ehemann Jürgen, Vorsitzender des Vereins. So richten sich die Aufführungen auch nach der Reaktion der Zuschauer, sodass die größten Lacher dann beim nächsten Mal noch ausgeschmückt, geändert oder erweitert werden.

Zum Inhalt: Tante Berta liebt Bier, Schnaps, Zigarren und ist darüber hinaus auch noch leicht schmuddelig. Vaters Erbe dürfen die Verwandten aber leider erst antreten, wenn Berta unter die Haube kommt. Aber wer will Berta denn schon haben? Sie geben eine Heiratsannonce auf mit der Aussicht auf ein Baugrundstück als Mitgift. Plötzlich interessiert sich ein Freier, ein Ölscheich, für das Grundstück und Berta gewinnt auch noch im Lotto. Jetzt versuchen die Verwandten mit allen Tricks, alles rückgängig zu machen. Zu verlockend ist der nahe Reichtum. Mit Hauen und Stechen und allen Tricks geht's über etliche Runden. Ein wirklich vergnügliches Theaterstück, Boulevardtheater eben in schönster Manier. Wie es ausgeht? Das erfährt nur der, der eine der Aufführungen am 17., 24., 31. Januar und am 7. und 14. Februar jeweils um 19.30 im Rosenkopfer Dorfgemeinschaftshaus besucht. Es spielen die erfahrenen und beliebten Darsteller: Joachim Plagemann, Ingrid Vogelsang, Sabine Seis, Maria Fier, Christian Plagemann, Markus Plagemann, Jürgen Cremers, Klara Mlekus, Kai Jelinek und Jürgen Plagemann.

Für das Bühnenbild ist wie schon so oft der bekannte Maler Arthur Bozem zuständig, der im DGH ein eindrucksvolles Atelier unterhält. Er malt eigentlich abstrakt expressionistisch, versteht sich aber natürlich auch aufs Dingliche. Mit markanten Strichen und Farben erfasst er jede Situation. So schaut man nun doppelt gern aufs Bühnenspiel und lässt sich davontragen in eine heitere Theaterwelt. Es ist zwar nur ein Spiel, keine Wirklichkeit. Aber wer wollte behaupten, es gäbe nicht dieses und jenes irgendwo tatsächlich?