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Südwestpfalz: Achtjähriger negativ auf Corona getestet

Corona im Landkreis : Zweiter Abstrich bei Achtjährigem negativ

Der Corona-Fall wird dennoch weiterhin in der Statistik geführt. Während die Corona-Hotline immer weniger genutzt wird, steigt die Zahl der Kinder in den Notbetreuungsgruppen von Schulen und Kitas.

Weiterhin drei aktiv Infizierte gibt es im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Südwestpfalz. Somit bleibt der nun nicht mehr infizierte achtjährige Junge aus Pirmasens weiterhin in der Statistik. Darüber informierten Landrätin Susanne Ganster und der Pirmasenser Oberbürgermeister Markus Zwick.

Nachdem der Achtjährige – ihm wurde am 14. Mai in einer Kinderarzt-Praxis ein Abstrich genommen – am Wochenende positiv auf das Coronavirus getestet worden war, folgte am Montag in der Infekt-Ambulanz in Pirmasens ein zweiter Abstrich des Jungen sowie seiner Mutter und seines älteren Bruder, der Säugling der vierköpfigen Familie wurde nicht getestet. „Alle Tests waren nun negativ“, berichtete Ganster, die sagte, dass dies immer mal wieder passiere könne. Gleichzeitig wusste sie, dass nun eventuell wieder die Frage nach der Zuverlässigkeit der Tests komme. Weitere Überprüfungen von Kontaktpersonen des Jungen finden aufgrund des negativen Tests nicht statt. Die Familie befinde sich in häuslicher Quarantäne und habe täglich Kontakt mit dem Gesundheitsamt, so Ganster. Der Junge, der die zweite Klasse besucht, hat keine Symptome mehr. Ganster betonte nochmals, dass „nach wie vor gilt, dass Kinder als Überträger weniger in Frage kommen“.

Ein wichtiges Thema für Ganster und Zwick ist, was passiert, wenn der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche überstritten wird. Auf diese Obergrenze hatten sich vor zwei Wochen Bund und Länder geeinigt, als es um Lockerungen von Schutzmaßnahmen ging. Sollte der Wert überschritten werden, müssten wieder strikte Einschränkungen angeordnet werden, so die Vorgabe. Besonders Unternehmen seien diesbezüglich verunsichert, sagte Zwick. Er machte aber deutlich, dass es für den Fall der Fälle, keinen Musterplan gebe. „Kar ist, dass es keinen erneuten Shutdown geben wird, wenn dies nicht erforderlich ist“, so der Oberbürgermeister, der davon sprach, dass die Südwestpfalz und die Stadt Pirmasens weit weg von so einer Situation seien. „Der Höchststand in einer Woche für 175 000 Einwohner, für die das Gesundheitsamt Südwestpfalz zuständig ist, lag bei 36 Personen“, ergänzte Ganster.

Beide warben dafür, dass sich die Bevölkerung weiterhin an die Schutzmaßnahmen halten sollen. „Hygiene und Abstand sind immer noch maßgebend. Beachten wir dies nicht mehr, kann es dennoch zu so einer Situation kommen“, sagte Zwick. Ganster hofft, dass den Unternehmen in der Region durch die Aussagen, dass, wenn es erforderlich sei, punktgenaue Maßnahmen erfolgten, ein Stück Sicherheit vermittelt werde.

Sowohl der Landkreis als auch die Stadt Pirmasens traten an die Landesregierung heran, den Thekenverkauf zu erlauben. „Es geht hier um Existenzen“, machte Zwick deutlich. Für die Landrätin ist es eine Frage der Gleichbehandlung, die fordert, dass diese Regelung des Verbotes geändert wird.

Immer weniger Anrufe verzeichnet die Hotline der Kreisverwaltung. . Am Mittwoch standen aus 16 Anrufen weitere zehn Termine für das Corona-Testzentrum in Höhfröschen fest. Mit den elf Terminen vom Dienstag werden am Mittwoch 21 Personen getestet. Im Testzentrum wurden 1275 Abstriche genommen

Gestiegen ist hingegen die in Anspruch genommene Notbetreuung an Schulen und in Kitas im Kreis. In 35 von 36 Schulen waren 251 Schüler in der Notbetreuung. Eine Woche zuvor waren es 198 Schüler in 34 Schulen. Bei der Notbetreuung in den 71 Kitas. stieg die Zahl auf 518 Kinder in 58 Kitas an. In der Woche zwischen dem 4. und 8. Mai waren es 493 Kinder in 67 Einrichtungen.