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Südwestpfalz: 43 neue Corona-Fälle am Wochenende bestätigt

Corona in der Südwestpfalz : 43 neue Corona-Fälle am Wochenende bestätigt

Gesundheitsamts-Leiter Koch beruhigt Impfungs-Kritiker im Zusammenhang mit Impfzentrum.

Nach aktuellem Stand (Sonntag; 12.30 Uhr) haben sich im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts am Wochenende 43 weitere Corona-19-Fälle bestätigt. Am Samstag waren 16 Personen betroffen, am Sonntag waren es 27 Personen, die auch direkt informiert wurden. Aufgrund abweichender Zeitpunkte für die Meldung am Wochenende weichen auch die Angaben beim Landesuntersuchungsamt (LUA) hiervon ab. Das LUA stuft den Landkreis mit einer Inzidenz von 97 aktuell in der Risikostufe rot ein. Die aktuelle Lage des LUA für den Warn- und Aktionsplan sieht die Städte Pirmasens (49,7) und Zweibrücken (46,8) in Gefahrenstufe orange.

Am Wochenende waren bislang erst die Infektionsketten für eine Frau aus Zweibrücken ermittelt, deren Infektionsquelle auf die Arbeitsstelle zurückzuführen ist, sowie für zwölf Personen mit einem Kontakt ersten Grades (KP I) zu einem bereits bestätigten Fall. Ihr positives Ergebnis erhielten zwei KP I aus Pirmasens, drei aus der Verbandsgemeinde Rodalben, fünf aus der Verbandsgemeine Zweibrücken-Land und zwei aus der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben. Aktuell sind 293 Fälle aktiv, 43 mehr als am Freitag.

Von den betroffenen Personen leben in Pirmasens 46 (+8), Zweibrücken 58 (+6) sowie in den Verbandsgemeinden Dahner Felsenland 17 (+2), Hauenstein 12 (+4), Pirmasens-Land 24 (+2), Rodalben 23 (+5), Thaleischweiler-Wallhalben 51 (+6), Waldfischbach-Burgalben 24 und Zweibrücken-Land 34 (+10). Insgesamt wurden bis heute 1003 Personen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Südwestpfalz positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet. Bislang sind im Bereich des Gesundheitsamtes acht Personen mit Corona-Infektion verstorben.

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Südwestpfalz empfiehlt Personen mit Symptomen, sich umgehend telefonisch bei ihrem Hausarzt, bei der Hotline (0 63 31) 809 750 (Montag bis Freitag neun bis 15 Uhr sowie Samstag und Sonntag zehn bis 14 Uhr) oder der landesweiten (08 00) 99 00 400 melden.

Dr. Heinz Ulrich Koch, Leiter des Gesundheitsamtes, hat unterdessen Bürger beruhigt, die mit Unbehagen auf das im ehemaligen Zweibrücker City-Outlet geplante Impfzentrum (wir berichteten) reagiert hatten. Zum einen werde niemand gezwungen, sich impfen zu lassen, unterstrich Koch. Außerdem handele es sich nicht um „experimentelle Impfstoffe, die wir jetzt an irgendwelchen Versuchskaninchen ausprobieren. Das hat Hand und Fuß“. Speziell mit der mRNA-Technologie, auf der die drei kurzfristig erfolgversprechendsten Impfstoffe beruhen (darunter der vom Mainzer Unternehmen Biontech entwickelte), habe man bereits bei einer Ebola-Epidemie im Kongo – also unter deutlich schwierigeren medizinischen und logistischen Voraussetzungen – gute Erfahrungen gemacht.