Sterben in Käshofen wird teurer

Fast um die Hälfte sollten die Bestattungsgebühren in Käshofen steigen. Ein solches Drehen an der Gebührenschraube lehnte der Rat kategorisch ab. Nun steigen sie nur um 25 Prozent.

Daumenschrauben angelegt bekam Käshofen beim Gewähren eines Zuschusses für den Anbau zum Dorfgemeinschaftshaus: Im Bescheid des Mainzer Innenministeriums ist angemerkt, dass die Gemeinde nicht alle Möglichkeiten der Steuereinnahmen ausschöpft. Fündig geworden waren die Prüfer dabei bei den Friedhofsgebühren. Deshalb standen diese jetzt im Ortsgemeinderat auf dem Prüfstand - und der Rat musste die Kröte der Anhebung schlucken. Um 25 Prozent werden die jeweiligen Sätze steigen.

Ortsbürgermeister Klaus Martin Weber erinnerte, dass die letzte Anhebung schon sehr lange zurückliegt und der Rat nicht um eine Anhebung herumkomme, wolle man künftig nicht auf Zuschüsse des Landes verzichten. Zwar sah auch Weber den gewaltigen Gebührenanstieg (50 Prozent) nach dem Vorschlag der Verbandsgemeindeverwaltung - der allerdings sei teilweise dadurch bedingt, dass viele Jahre eben keine Erhöhungen beschlossen wurden. Trotzdem, so mir nichts, dir nichts wollte der Rat dieser Forderung nicht nachkommen und diskutierte heftig. Dabei konnte jedoch niemand darüber hinwegsehen, dass die momentanen Gebühren die Friedhofs-Kosten nicht decken. Letztendlich entschied der Rat sich für eine Anhebung um 25 Prozent bei den allgemeinen Bestattungsgebühren. Allein bei den Gebühren für den Grabaushub und die Benutzung der Leichenhalle und ihre Säuberung gibt es nur zehn Prozent Anstieg.

Einig waren sich die Ratsmitglieder darin, künftig früher über eine Anhebung nachzudenken, damit solche großen Sprünge nicht mehr notwendig werden. Jährlich sterben etwa fünf Menschen in Käshofen .

Der Anbau beim Dorfgemeinschaftshaus ist beschlossene Sache, die Arbeiten dafür sind angelaufen und sollen zumindest im Gröbsten bis zur Kerwe Anfang November abgeschlossen sein. Die Maurerarbeiten führt das Unternehmen Dahlhauser aus Mörsbach aus, die Dacheindeckung besorgt die Firma Weizel aus Winterbach. Die Schreinerei Häfner aus Zweibrücken soll eine Flügeltür, Ausgangstür und Fenster liefern.

Zugestimmt hat der Rat auch dem neuen, 100 Euro günstigerem, Stromliefervertrag mit den Pfalzwerken für die Straßenbeleuchtung.