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Stephan Bytzek: Es war nie langweiligGrundsteinlegung für Wache am Flughafen in Sicht

Stephan Bytzek: Es war nie langweiligGrundsteinlegung für Wache am Flughafen in Sicht

Zweibrücken. "Es war eine schöne Zeit. Es war eine anstrengende Zeit. Und es war nie langweilig", lautet das Fazit von Stephan Bytzek, der Ende September Zweibrücken verlässt. Der 48-Jährige übernimmt am 1. Oktober die Leitung der Polizeiinspektion Idar-Oberstein (wir berichteten)

 Stephan Bytzek (links neben ihm sein Vize Manfred Bernhardt) verlässt Zweibrücken zwar Richtung seines Wohnorts, aber auch mit etwas Wehmut, gestand er beim Merkur-Redaktionsgespräch mit Fritz Schäfer (links) und Michael Klein. Fotos: Jörg Jacobi
Stephan Bytzek (links neben ihm sein Vize Manfred Bernhardt) verlässt Zweibrücken zwar Richtung seines Wohnorts, aber auch mit etwas Wehmut, gestand er beim Merkur-Redaktionsgespräch mit Fritz Schäfer (links) und Michael Klein. Fotos: Jörg Jacobi

Zweibrücken. "Es war eine schöne Zeit. Es war eine anstrengende Zeit. Und es war nie langweilig", lautet das Fazit von Stephan Bytzek, der Ende September Zweibrücken verlässt. Der 48-Jährige übernimmt am 1. Oktober die Leitung der Polizeiinspektion Idar-Oberstein (wir berichteten). Da er in Zweibrücken nicht nur Mitarbeiter, sondern "Freunde" gefunden habe, schwingt ein bisschen Wehmut mit beim Abschied als Leiter der Polizeiinspektion. Bei der "schwierig" zu ziehenden Bilanz überwiegen für Bytzek die erfreulichen Dinge. Wenngleich die unerfreulichen Dinge mehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit waren. Dazu zählen für Bytzek die zahlreichen Demos Rechtsradikaler in Zweibrücken. Auch die Gegendemonstrationen habe er mit Sorgen verfolgt. Insbesondere bei den Veranstaltungen, bei denen die Gegendemonstranten Straftaten begangen hätten. Bei Untersuchungen des Innenministeriums sei das Vorgehen der Polizeibeamten nicht beanstandet worden. Bytzek: "Dabei ist die Inspektion auch an den Aufgaben gewachsen." Der scheidende Inspektionsleiter sieht die Polizei als Dienstleister für die Bürger. Dazu zähle auch die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Gremien der Stadt. "Da waren wir immer ein verlässlicher Partner und haben Zusagen eingehalten." Die Arbeit in den Gremien habe ihm persönlich auch etwas gebracht. "Bei den Diskussionen musste ich mit auch mit anderen Gedanken befassen." Gleichwohl hätte sich Stephan Bytzek gewünscht, wenn bei den Beratungen mehr herausgekommen wäre. Als Beispiel nennt der Polizeioberrat den Vorschlag für ein glasfreies Stadtfest (wir berichteten). "Daran wird auch mein Nachfolger Ralf Klein arbeiten müssen." Bei einem anderen Punkt fand Bytzek Gehör: Das städtische Ordnungsamt wurde aufgestockt und die Polizei könne wieder Aufgaben an die städtische Behörde zurückgeben, die sie übernommen habe. Der Inspektionsleiter hätte "liebend gerne" mehr Präventionsarbeit geleistet. Aber dazu habe wegen der vielen Arbeit die Zeit gefehlt. Im Kriminalpräventionsrat war Bytzek über die ganze Zeit stets präsent. Zusammen mit dem Jugend- und dem Ordnungsamt hat der 48-Jährige auch ein Maßnahmekonzept für den Jugendschutz erarbeitet. Bytzek: "Damit haben wir nicht nur etwas für Zweibrücken erarbeitet. Damit sind wir auch Vorreiter im Land Rheinland-Pfalz." Die städtischen Gremien stimmten dem Leitfaden Jugendschutz zu. Zweibrücken. Umbau der Personalstruktur und Umbau des Dienstgebäudes an der Landauer Straße waren zwei "Baustellen", die Stephan Bytzek bei seinem Antritt als Leiter der Zweibrücker Polizeiinspektion anzugehen hatte. Dabei sei es gelungen, die Inspektion in dem Gebäude organisatorisch zusammenzuführen und technisch auszurüsten, dass die Beamten zeitgemäß arbeiten können. In einen Teil des Gebäudes zog die Jobbörse. Der "Umbau der Personalstruktur" sei noch nicht angeschlossen. Das könne sich bis 2015/16 hinziehen, schätzt Bytzek. Aber mit den sieben jungen Mitarbeitern sei die Inspektion schon ein Stück weiter gekommen. Insgesamt sind 86 Mitarbeiter beschäftigt. Davon 65 Vollzugsbeamte, 13 allein am Flughafen. Sein Ziel sei es gewesen, "ein Team" zu formen. Auf der Führungsebene sei das auch "hervorragend gelungen". Sonst sei es nicht immer einfach. Zumal die Beamten auch den Weg zu einer kundenorientierten Behörde mitgehen mussten und durch neue Aufgaben wie Internetkriminalitätzusätzlich belastet würden. Bei der bereits für Mitte 2007 geplante, aber immer wieder verschobenen Polizeiwache am Flughafen habe die Inspektion ihre Aufgabe gemacht, sagt Bytzek. Aber dabei gebe es viele Akteure. Nach seiner Information werde Ende dieses oder Anfang des nächsten Jahres der Grundstein gelegt. sf