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Stelldichein von Rammlern und Häsinnen

Stelldichein von Rammlern und Häsinnen

25 unterschiedliche Kaninchenrassen waren in Herbitzheim bei der Schau des Kreisverbandes der saarländischen Rassekaninchenzüchter zu sehen. Auch viele Jugendliche hatten ihre Tiere zur Bewertung mitgebracht.

. Der kleine, aber rege Kreisverband St. Ingbert der saarländischen Rassekaninchenzüchter bot den Gästen eine informative, züchterisch hochwertige Schau in der Herbitzheimer Bürgerhaushalle. 238 Tiere aus 25 Rassen und Farbenschlägen, darunter auch so exotische wie Rheinische Schecken, Deutsche Riesen eisen/dunkelgrau oder Japaner waren zu sehen.

23 davon gehörten zu den sogenannten V-Tieren, die mit dem Richterurteil "vorzüglich" ausgestattet wurden. "Diese Tiere", teilte der stellvertretende Kreisvorsitzende Dirk Alff mit, "besitzen eine große Zuchtpotenz, haben 97 von 100 möglichen Punkten erreicht". Ob sie dann auch tatsächlich als Rammler oder Häsin für die Zucht verwendet werden, entscheide der jeweilige Züchter. Auch solle die Bewertung, die bei der Kreisschau, an der die Vereine aus Blieskastel, Niederwürzbach, Rohrbach und Walsheim teilgenommen hatten, als Zuchtlenkungs-Instrument dienen. Kreisvorsitzender und Ausstellungsleiter Stephan Gros stellte in der zweitägigen Schau gleich selbst die beste Sammlung mit seinen Satin-Elfenbein-Kaninchen. Bei der Begrüßung erinnerte er auch daran, dass dem Kreisverband mit der Landesjugendjungtierschau in Blieskastel und der überregionalen Clubvergleichsschau der Alaska-Havanna-Züchter in Rohrbach zwei überregionale Schauen vergeben worden seien, die von den jeweiligen Vereinen auch mit Bravour durchgeführt worden seien.

Herbitzheims Ortsvorsteher Hans-Jürgen Domberg, Schirmherr der Kreisschau, freute sich, dass auch zahlreiche Jugendliche ihre Tiere zur Bewertung mitgebracht hatten. Er wünschte sich, dass in der Kooperation mit den erfahrenen Züchtern den Jungen das Gefühl gegeben werde, auch lange dabeibleiben zu können.

Landesvorsitzender Kunibert Horras war der gute Mix zwischen alten und jungen Züchtern ein gutes Beispiel für die Lebendigkeit der Rassekaninchenzucht im Kreis St. Ingbert. Hier werde von engagierten Menschen in arbeitsintensiver Zuchtarbeit wertvolles Genmaterial für die Nachwelt erhalten.