Steinerner Willkommensgruß

Althornbach. Zwei Sandstein-Stelen mit dem örtlichen Namenszug aus wetterbeständigem Chromstahl heißen seit Mittwoch alle Vorbeikommenden aus Richtung Zweibrücken oder Hornbach willkommen. Hölzerne Grußtafeln oder Willkommensschilder wie sonst vielfach üblich, wollten die Althornbacher nicht

Althornbach. Zwei Sandstein-Stelen mit dem örtlichen Namenszug aus wetterbeständigem Chromstahl heißen seit Mittwoch alle Vorbeikommenden aus Richtung Zweibrücken oder Hornbach willkommen. Hölzerne Grußtafeln oder Willkommensschilder wie sonst vielfach üblich, wollten die Althornbacher nicht. Die erhabenen Sandstein-Stelen mit dem 220 Zentimeter hohen Namenszug an der Seite bekamen dafür den Vorrang. An der Gestaltungsidee wurde lange getüftelt und noch länger dauerte es, bis alle zuständigen Stellen mit der Absicht einverstanden waren. "Wie gut, dass wir als Material nicht Holz gewählt haben. Sonst hätte es vielleicht geheißen wir seien mit unserer Absicht auf dem Holzweg. So aber war der Weg bis gestern wahrlich steinig und dauerte über ein Jahr, bis wir alles unter Dach und Fach hatten." Die zuständigen Behörden zeigten sich zwar kooperativ, doch die gesetzlichen Vorschriften duldeten kein Auge zu und durch", scherzte die Althornbacher Ortsbürgermeisterin Ute Klein, als nahe der viel befahrenen B 424 am Althornbacher Ortseingang aus Richtung Zweibrücker Stadtteil Rimschweiler die erste Sandstein-Stele mit dem Ortsnamenszug und Gemeindewappen aufgestellt wurde. "Wir hatten aus Richtung Hornbach eigentlich einen anderen Standort für unseren Dorfstein vorgesehen. Nur, da machte die Straßenbehörde aus Kaiserslautern nicht mit. Wir hätten bei unserem Wunschstandort den Stein neun Meter von der Straße entfern aufstellen müssen. Da musste ich mich aber fragen, was dann ein solcher Stein noch für einen Sinn macht. Den sieht kein Vorbeikommender mehr." Aus echtem rotem Pfälzer Sandstein schuf Steinmetzmeister Christian Gabriel dien 1,60 Meter hohen Rechteckstein der die Umfassungsmaße von 45 auf 45 Zentimeter vorweist. Wie von der Auftraggeberin vorgegeben wurden die vier Oberflächen lediglich geschliffen, weil die Sägeriefen nicht passend erschienen. Aussparungen und eine Falz für den Namenszug gab es noch. Mehr wollte die Gemeinde nicht haben. Die erst jetzt aufgestellten Steine haben zudem schon einen kleinen Ableger. In Miniatur gefertigt, künstlerisch wertvoll, dienen sie mit entsprechender Gravur als Ehrengabe der Gemeinde für verdiente Mitbürger. "Zinnteller war nicht unsere Sache, die neu gestaltete Ehrengabe kam dafür glänzend bei den Geehrten an."Ute Klein