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Staunen und Selbermachen: Offene Türen im Evangelischen Krankenhaus

Staunen und Selbermachen: Offene Türen im Evangelischen Krankenhaus

„Das ist schon ein bisschen eklig“, kichert Lilli Buchholz. Die Siebenjährige hat soeben zugesehen, wie Dr.

Dominik Legner per Bronchoskopie einem Dummy ein Stückchen Paprika aus der Lunge entfernt hat. Danach versucht sie begeistert ihr Geschick beim Nähen von offenen Wunden und lernt Wissenswertes über die Reanimation. Ihren Besuch im evangelischen Krankenhaus in Zweibrücken lässt sie schließlich mit leckeren alkoholfreien Cocktails auf der Kinderstation ausklingen.

Für Groß und Klein hatte das evangelische Krankenhaus am Samstag bei seinem Tag der offenen Tür Einiges zu bieten. Viele Besucher nutzten die einmalige Chance, hinter die Kulissen eines Krankenhausbetriebs zu schauen. "Es nimmt den Menschen die Angst vor ihrer anstehenden Untersuchung oder Operation, wenn sie einmal erfahren, wie genau so etwas abläuft und sie die verschiedenen Prozesse verstehen", ist der ärztliche Direktor, Dr. Dieter Birk, überzeugt. Die einzelnen Stationen und Abteilungen stellten mit viel Enthusiasmus ihr Angebot vor und boten interessante Demonstrationen.

So konnte man beispielsweise auch die Chance nutzen, sich selbst einmal am Endoskopieren zu versuchen. Selbstverständlich aber nicht an einem richtigen Patienten, sondern an einem rohen Brathühnchen. Ein riesiger begehbarer Dickdarm vor dem Eingang des Krankenhauses ermöglichte den Besuchern ebenfalls bisher dato unbekannte Einblicke in den menschlichen Körper. Viele nutzten auch das Angebot, sich einmal so richtig durchchecken lassen. "Wir sind vor allem deshalb heute gekommen", erklärt Marlene Müller aus Falkenbusch, "Es ist optimal, dass hier so viele Tests angeboten werden." Standardmessungen wie Blutzucker, BMI und Blutdruck und speziellere Tests wie Venenmessung, Halsschlagader-Ultraschall und Lungenfunktionstest gaben den Besuchern einen umfangreichen Überblick über ihren Gesundheitszustand.