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Stadt plant Reanimations-Training an Zweibrücker Schulen

Stadt plant Reanimations-Training an Zweibrücker Schulen

Flächendeckend sollen an Zweibrücker Schulen künftig Wiederbelebungsmaßnahmen gelehrt werden. Das sieht ein Vorschlag des CDU-Kreisverbandes für ein Pilotprojekt vor.

Die Stadt hat bereits Zustimmung signalisiert, die Schulleiter wurden bereits von Schuldezernent Rolf Franzen (CDU ) angeschrieben. Der Vorstoß sieht vor, dass Schüler der weiterführenden Schulen (ab 7. Klasse) einmal pro Jahr das Reanimieren üben. Eingebunden werden sollen die Krankenhäuser, das Rote Kreuz sowie der Arbeiter-Samariter-Bund.

"Beim plötzlichen Kreislaufstillstand außerhalb des Krankenhauses sind die Chancen zum Überleben ungünstig", teilt CDU-Kreisvorsitzender Dr. Christoph Gensch, zugleich Mediziner, mit. "Da Hirnzellen nur vier bis fünf Minuten Sauerstoffmangel ohne Schaden überstehen, kommt der Rettungsdienst in aller Regel zu spät. Den größten Einfluss auf eine Verbesserung der Überlebensquote hat daher der ersthelfende Augenzeuge." In Dänemark stehe Reanimation bereits flächendeckend auf dem Lehrplan - die Erfahrungen damit seien gut.

In Deutschland könnte Zweibrücken ein Vorreiter sein. Die Stadt habe bereits für Oktober einen "runden Tisch" mit allen beteiligten Schulen und Institution ins Auge gefasst, schon im zweiten Halbjahr des kommenden Schuljahres könnte das Projekt starten, sofern auch der Rat zustimmt, teilt Stadtsprecher Heinz Braun mit. Auch das Land Rheinland-Pfalz solle eingebunden werden, da je nach Konzept möglicherweise auch Lehrpläne geändert werden müssten.