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Bechhofen: Spielplätze werden aufgemöbelt

Bechhofen : Spielplätze werden aufgemöbelt

Bechhofen will die Anlagen im Ort Schritt für Schritt, wie es die Haushaltslage zulässt, modernisieren.

Viel Arbeit ist auf die Mitarbeiter des Bauhofes in Bechhofen zugekommen. Im Untergeschoss des Kindergartens wird die eigene Bleibe modernisiert und umgestaltet. Zeitgleich stellen sich die Mitarbeiter Carina Schneider und Thomas Bernhard der Herausforderung, die Kinderspielplätze wieder auf Vordermann zu bringen. Eine neue Kletterpyramide bekam der Spielplatz auf der Schmittenflur.

„Wir würden gern alles auf einmal erledigen, doch eine solche Absicht machen die Gemeindefinanzen zunichte“, sagt Ortsbürgermeister Paul Sefrin und schiebt erklärend hinterher: Das Anlegen wie die Unterhaltung der Kinderspielplätze gelte als freiwillige Leistung der Gemeinde. „Geld dafür darf deshalb die Kommune nur dann ausgeben, wenn sie über entsprechende Ressourcen im Gemeindehaushalt verfügt.“ Im Augenblick warte man auf die Haushaltsgenehmigung für das laufende Jahr, dann könne mit dem Projekt losgelegt werden.

Der Spielplatz auf der Schmittenflur, nur einen Steinwurf vom Dorfgemeinschaftshaus entfernt, hatte es besonders in sich, er stand in der Prioritätenliste von Sefrin ganz oben an. Gemeindemitarbeiter Thomas Bernhard: „Auf den Spielgeräten habe ich als kleiner Bub noch geschaukelt. Jetzt ist der Platz nicht mehr zeitgemäß gewesen und das haben wir geändert“. Einmal die Woche ist eine Spielplatzkontrolle notwendig, Carina Schneider und Thomas Bernhard erledigen das bei den alltäglichen Rundgängen durch den Ort. Die Fühler nach einem neuen Spielgerät für den Platz in der Schmittenflur streckte Ortsbürgermeister Sefrin bereits im Spätherbst letzten Jahres bei einem namhaften Hersteller in Hinterweidenthal aus. Die Kletterpyramide für rund 10 000 Euro war günstig zu haben. „Als Gemeinde sind wir in einer Art Zugzwang gewesen. Wir mussten etwas tun, zumal der Trend in den Familien nach mehr Kindern durchaus zu spüren ist und das wollen wir als Gemeinde selbst verständlich positiv begleiten“, sagt Sefrin und sieht in diesem Zusammenhang auch die zeitgleichen Veränderungen beim Kindergarten „Spatzennest“, einem sechsgruppigen Kindergarten mit 115 Kindern, einem der größten seiner Art im Landkreis Südwestpfalz. Den Spielbereich für die Kleinsten in der Einrichtung haben jetzt die beiden Gemeindearbeiter umfriedet. Kindgerecht und in Eigenleistung. Allein das Holzmaterial wurde gekauft, die Schwartenbretter dann aber selbst gehobelt und zugeschnitten. Bernhard: „Die Kinder dürfen jetzt noch die Bretter bemalen, das wird ein Riesenspaß für die Kleinen.“ Drei Spielplätze hat die Gemeinde derzeit noch in ihrer Unterhaltungspflicht. Eine Nestschaukel soll demnächst auch der Platz beim Kiefernweg/Mühlstraße bekommen und das Pläneschmieden für eine Seilbahn, ganz nach dem Vorbild von Käshofen, hat Thomas Bernhard auch noch nicht aufgegeben. „Wir wollen das modifiziert angehen, Ortsbürgermeister Sefrin weiß, wie ich das meine.“ Sefrin geht dafür sogar auf Sponsorensuche, freut sich, das die Daniel-Theysohn-Stiftung einen „Tausender“ als Unterstützung für die Gemeinde hatte und wünscht sich, dass dieses Beispiel Schule macht.