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Spielbereich Kindergarten Contwig: Planung überarbeitet

Kindergarten Contwig : Planung für den Spielbereich überarbeitet

Angedacht sind für den neuen Contwiger Kindergarten unter anderem ein Dschungelgehölz, eine Hangrutsche und klimafeste Bäume.

Bis kommendes Frühjahr bleibt die Baustelle „Kindertagesstätte“ an der Maßweilerstraße in Contwig weiterhin eine ruhende. Der erzwungene Baustopp wird jedoch von der Ortsgemeinde als Bauherrin zumindest in mancher Beziehung sinnvoll genutzt. Etwa bei der Außengestaltung des Projektes. Entstandene Kummerfalten des Kindergartenpersonals hinsichtlich des Plankonzeptes nahm die neue Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette prompt auf. Landschaftsarchitekt Stefan Laport, für die Gemeinde schon beim Aufpeppen der Ortsmitte mit im Boot, überarbeitete jetzt zudem die Außengeländeplanung des Kindergartens.

„Ich habe aus bekannten Gründen jetzt das Staffelholz Planung übernommen“, skizzierte der Landschaftsarchitekt die Situation und fand auch passende Worte zur Kostensituation. Weil Planungsteile übernommen würden, könnte auf dem Bestehenden aufgebaut werden. Ziel sei auf jeden Fall, zum Schluss eine Kind-gerechtere Planung auf den Tisch zu bekommen.  Einfach aber naturnah. Das fördere auch den Gedanken von naturnahem Spielen, meinte der Planer, um die Ratsmitglieder von der Planung überzeugen zu können.

Das Gelände bei der künftigen kommunalen Tagesstätte ist groß und weitläufig. Die Verbindungswege zu den einzelnen Spielwelten sind ellipsenförmig angelegt. Ein Hingucker, das ist jetzt bereits gewiss, wird einmal das atriummäßig angelegte Kindergartenzimmer, das von allen Altersgruppen genutzt werden kann.

Altersgerecht werden die einzelne Spielbereiche gestalten, ganz im Sinne der Ratsmitglieder des Planers Vorschlag. So soll beispielsweise auch mit einer breiten großen Hangrutsche für die größeren Kinder die Topografie voll ausgenutzt werden. Im Augenblick mangelt es an Bäumen. Auf Vorschlag von Stefan Laport werden Klimabäume gepflanzt. Gemeint ist damit Gehölz, das sich besser dem Klimawandel anpasst.

Ein Hingucker gewiss auch die Absicht, für die kleinen mit einem Dschungelgehölz eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen. Das natürliche Versteckspiel würde damit weitaus einfacher sein, so die Ansicht des Landschaftsarchitekten. In der Planung ist die spätere Pflege des Grüns berücksichtigt worden. Darauf legten auch die Ratsmitglieder bei der Diskussion größten Wert.

Der steile Hang im Norden des Geländes soll durch L-Steine minimiert werden. Eine Planabsicht, die auch vom Gremium geteilt wurde. Damit nicht Kleingeräte und ähnliche Dinge im Außenbereich umherliegen, sieht der Plan vor, dass an der östlichen Seite der Kindertagesstätte eine Fertiggarage zusätzlich errichtet wird. Sie soll als Lagerstätte für die verschiedenen Utensilien beim Spielen im Außengelände dienen. 

Jürgen Klein lobte als Fraktionssprecher der CDU die Planung von Stefan Laport und fand es gut, dass Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette jetzt schon die Planung überhaupt vorstellen ließ. Damit könnte sich jedes Ratsmitglied detailliert auseinandersetzen und gemeinsam sei noch ein Drehen an den verschiedenen Stellschrauben möglich.

Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette würdigte die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Unter gewissem Zeitdruck habe Stefan Laport nochmals alles überarbeitet. Hierbei sei es dennoch nicht versäumt worden, die Leitung der Tagesstätte zu hören und auf deren Wünsche einzugehen. Wie berichtet, soll im kommenden Frühjahr mit der Fortsetzung der eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden. Planer Laport sieht es für durchaus möglich an, dass parallel dazu auch schon mit den Arbeiten an der Außenanlage begonnen wird. 

Bei der Sitzung ist auch über die Erschließungsstraße in der Kirchwiese gesprochen worden. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, bei verschiedenen Planungsbüros eine Kostanfrage wegen der Planung einzuholen. Mit dem kostengünstigsten Anbieter soll die Ortsbürgermeisterin dann Vertragsverhandlungen führen. Eine größere Beschaffung an Turngeräten schwebt der Vereinsführung der VT Contwig vor. Die Kosten belaufen sich auf rund 11 000 Euro. Nach den Vorgaben kann dem Verein dafür ein Zuschuss in Höhe von 840 Euro gewährt werden. Der Antrag wurde bewilligt. Grünes Licht gab es zudem für den Solarpark „Offweilerhof“. Bereits vor gut einem Jahr hatte sich der Rat in einem Grundsatzbeschluss dafür ausgesprochen, mit dem Errichten eines Solarparks einverstanden zu sein. Alle Planungskosten werden vom Investor getragen, von der Einspeisung partizipiert auch die Ortsgemeinde finanziell.