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Spatenstich Rathaus-Neubau Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben

Baubeginn für Rathaus von Thaleischweiler-Wallhalben : Verbandsgemeinde bekommt neues Herzstück

Spatenstich für 8,3 Millionen Euro teures Rathaus von Thaleischweiler-Wallhalben in Hauptstraße von Thaleischweiler-Fröschen.

Mit dem ersten Spatenstich wurde am Donnerstag der Startschuss für den Neubau des Rathauses der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben in der Hauptstraße von Thaleischweiler-Fröschen gegeben. 8,3 Millionen Euro wird der Neubau kosten, der im Frühjahr 2023 bezugsfertig sein soll.

Die Bauzeit wird damit wohl deutlich kürzer sein als die Entscheidungsfindung, die Vorbereitung und Planung des Millionenprojekts. Alleine das Ausschreibungsverfahren für ein Architekturbüro, das europaweit erfolgen musste, habe zehn Monate in Anspruch genommen, seit der Übergabe der Millionenförderung der Landesregierung durch Innenminister Roger Lewentz sind erneut 14 Monate vergangen. Diese enormen Zeitspannen, aber auch der große Aufwand bei öffentlichen Bauprojekten veranlassten Verbandsbürgermeister Thomas Peifer auch zu der Bemerkung, dass das für Privatleute bei Bauprojekten kaum vorstellbar ist.

Mit der kleinen Feierstunde auf der Baustelle, die direkt neben dem jetzigen Verbandsgemeindesitz liegt, soll nicht nur die Freude über den Baustart deutlich gemacht werden, so der VG-Bürgermeister: Sie sei auch angebracht, weil sich der Rathausneubau doch aus dem üblichen Baugeschehen der Verbandsgemeinde hervorhebt. Denn das Rathaus als Haus der Bürger sei mehr als nur eine einfache Verwaltungszentrale, so Peifer: „Das Rathaus ist das Herzstück der politischen Gemeinde.“ In diesem Gebäude wirkten nicht nur Verbandsgemeinderat und Bürgermeister, sondern auch rund 80 Mitarbeiter im Dienst der Bürger.

Für das Architekturbüro „Werkgemeinschaft Landau“ informierten Diplom-Ingenieur Oliver Löwer und Diplom-Ingenieurin Carolin Seegmüller über die Dimension des neuen Rathauses und den Bauablauf. „Die ersten Firmen stehen schon in den Startlöchern“, informierte Seegmüller, dass mit der Vorbereitung des Baugrundes durch die Baufirma Staab aus Schmitshausen begonnen wurde und in wenigen Wochen auch die Baufirma Peter Gross mit dem Rohbau beginnt. Bis Sommer nächsten Jahres soll „der Neubau dicht sein“, ergänze Löwer, dann könne der Innenausbau bis zum Frühjahr 2023 ungestört laufen. Löwer erwähnte, dass trotz deutschlandweiter Ausschreibungen die meisten Aufträge von Firmen aus der Region erledigt werden – das Geld also auch hier bleibt.

Das neue Rathaus wird neben den Büros für die Verwaltungsmitarbeiter einen 175 Quadratmeter großen Sitzungssaal im Erdgeschoss haben, der mit dem Foyer zu einem 260 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum für Empfänge, Vorträge und Kulturevents zusammengeschlossen werden kann. Geprägt wird der Neubau durch eine verglaste Front. Davor soll der Zugang mit einer terrassierten Treppenanlage gestaltet werden, sodass sich ein attraktiver Vorplatz ergibt.