Smoothies für die Gesundheit

Die Landfrauen Kleinbundenbach luden zusammen mit Kräuterfachfrau Heidi Durez zu einer Kräuterwanderung ein. Zum Abschluss gab es eine Verkostung mit Speisen aus Wildkräutern.

Paracelsus, der große Mediziner des Mittelalters, hat gesagt: "Gott hat keine Krankheit kommen lassen, ohne ein Mittel gegen sie wachsen zu lassen". Nun, ganz so ist es natürlich nicht, wie wir heute wissen. Aber die Naturheilkunde gewinnt wieder an Ansehen. Was in der Natur so an heilenden oder vorbeugenden Kräutern wächst, Kräuterfachfrau Heidi Durez fand einige von ihnen am Wegesrand und stellte sie den Landfrauen auf einer kleinen Kräuterwanderung in Kleinbundenbach vor.

Die "Wegeriche" zum Beispiel. "Der Spitzwegerich hilft gegen Mückenstiche, beruhigt auch kleine Wunden", sagt sie, "man hat also auf einer Wanderung oder beim Spaziergang gleich immer das lindernde Medikament dabei". Bücken und pflücken genügt! Die Blätter einfach leicht ankauen und auf die Wunde legen oder die Blätter ausdrücken und die Wunde beträufeln. Als Tee, Blätter mit kochendem Wasser übergießen, gegen Erkältung und Husten. Er ist beinahe ein Allheilmittel. Die Legende will, dass die Indianer ihn "Fußstapfen des weißen Mannes" nannten, weil die Samen beim Wandern an den Schuhen und Hosen hängen bleiben und so auf den Weg gelangen.

Mit einem grünen Smoothie, einem Mixgetränk, wurden die Landfrauen begrüßt. Der besteht aus pürierten Gemüsen und Kräutern, kann nach Bedarf abgeschmeckt werden mit Himalayasalz, Ingwer, Pfeffer und anderem mehr. "Er ist sehr gesund, ich bereite mir jeden Morgen einen zu", sagt die Expertin. Zum Abschluss gab es Fingerfood, Röllchen aus Blättern aus Sauerampfer, Knoblauchrauke, Huflattich, Löwenzahn und Wegerich, gefüllt mit Dinkel oder Kräuterkäse. Einfach lecker und toll gesund. Aufrechter gingen alle nach Hause und mit einer Tüte gesammelter Kräuter und ein bisschen weiser. Brennnesseln zur Haarspülung, auch zusammen mit Labkraut in Obstessig - als Tee wirkt Labkraut harntreibend. Und Löwenzahnwurzeln trocknen, mahlen und über Salat geben verfeinert den Geschmack.

Bettina Laabs sammelt Spitzwegerich: "Ich will ihn als Tee und als Gewürz verwenden", sagt sie. Matthias Hof kennt sich beruflich mit Kräutern aus, sucht dennoch immer wieder neue Anregungen aus und in der Natur. "Natura sanat", wussten schon die alten Römer, "die Natur heilt". Jetzt gehen alle mit anderen Augen durch die Natur. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute wächst so nah? Der Arzt ist erst die zweite Wahl, wenn die Natur zu viel versprochen hat.

Zum Thema:

Auf einen BlickEine kleine Auswahl verwendbarer Wildkräuter: Brennnessel, Labkraut, Breit- und Spitzwegerich, Bärlauch, Huflattich, Knoblauchrauke, Giersch, Löwenzahn, Sauerampfer, Schöllkraut, Quendel oder wilder Thymian. fro