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Skepsis bei CDU und SPD über Landesgartenschau

Skepsis bei CDU und SPD über Landesgartenschau

Zweibrücken. Der Vorschlag der FDP, Zweibrücken solle sich für die Landesgartenschau 2014 bewerben (wir berichteten), stößt bei den Vorsitzenden der beiden größten Fraktionen im Stadtrat auf wenig Begeisterung. CDU-Fraktionschef Eckhart Schiller sagte: "Ich nehme das zur Kenntnis. Darüber sollte der neue Rat entscheiden, das sollte man jetzt nichts übers Knie brechen

Zweibrücken. Der Vorschlag der FDP, Zweibrücken solle sich für die Landesgartenschau 2014 bewerben (wir berichteten), stößt bei den Vorsitzenden der beiden größten Fraktionen im Stadtrat auf wenig Begeisterung. CDU-Fraktionschef Eckhart Schiller sagte: "Ich nehme das zur Kenntnis. Darüber sollte der neue Rat entscheiden, das sollte man jetzt nichts übers Knie brechen." Allerdings werde die CDU-Fraktion über den Vorschlag diskutieren: "Man kann und muss darüber reden." Dabei müsse man aber auch "über Risiken und Folgekosten reden", findet Schiller: "Ich erinnere nur an die finanziellen Probleme der Landesgartenschau Kaiserslautern, und in Koblenz gibt es jetzt auch schon Schwierigkeiten."SPD-Chef Fritz Presl hatte sich vor ein paar Jahren für eine gemeinsame Landesgartenschau mit Homburg eingesetzt, für deren Vorbereitung der Stadtrat aber das Geld aus dem Haushalt gestrichen hatte: "Aus dem Saarland war aber plötzlich keine Energie mehr in dieser Sache, und auch hier war es still geworden, sowohl von der Verwaltung als auch den Fraktionen." Neulich habe die SPD noch mal über das Thema Landesgartenschau gesprochen und gemeint: "Wir wollen nicht nochmal mit dem Kopf an die Wand rennen." Alleine werde Zweibrücken eine Landesgartenschau "nicht schaffen". Bauamtsleiter Gebhard Morscher betont: "Das ist eine politische Entscheidung und Sache des Stadtrats." Fachlich halte er aber viele Ideen der FDP für umsetzbar: "Es wäre sicher sinnvoll, die Zweibrücker Grünachse mit ihrer hohen Qualität (Allee, Rosengarten, Themenweg) mit dem Herz der Stadt, der Fußgängerzone zu verknüpfen." Es sei aber eine politische und finanzielle Frage, ob der Rat hier oder bei anderen Themen wie Bildung Schwerpunkte setzen wolle. lf