Sicherheitsschleuse am Landgericht

Zweibrücken. Die Zweibrücker Justiz will künftig die Besucher und Mitarbeiter der Gerichte noch besser schützen. So war gestern der Zugang in die Gebäude lediglich durch den Haupteingang des Landgerichtes möglich. Dort musste eine Sicherheits-Schleuse mit Metalldetektor passiert werden, wie sie sonst nur im Abflugbereich der Flughäfen zu finden ist

Zweibrücken. Die Zweibrücker Justiz will künftig die Besucher und Mitarbeiter der Gerichte noch besser schützen. So war gestern der Zugang in die Gebäude lediglich durch den Haupteingang des Landgerichtes möglich. Dort musste eine Sicherheits-Schleuse mit Metalldetektor passiert werden, wie sie sonst nur im Abflugbereich der Flughäfen zu finden ist. "Die Kontrollen finden ab jetzt regelmäßig statt", erklärt Robert Berzel, der Pressesprecher des Landgerichtes. Die Maßnahme erfolge aufgrund einer Weisung von vorgesetzten Dienststellen. Damit sei unter anderem auf die jüngsten Übergriffe in deutschen Gerichten reagiert worden. Die Besucher sollten sich auf einige Minuten Wartezeit einstellen und dies bei Terminen berücksichtigen. Schließlich müssten alle Gegenstände mit Metall am Eingang erst einmal abgegeben werden. Trotzdem müssten immer wieder der Scanner oder sogar Leibesvisitationen zu Hilfe gezogen werden.Was kaum jemand vermutet hatte: Die Beamten wurden gestern gleich fündig. Ein Mann, der zu einer Anhörung geladen war, hatte Waffen mit ins Gerichtsgebäude mitgebracht. "Wir haben ein Messer und einen Totschläger sichergestellt", berichtet Berzel. Dabei handelt es sich um einen aus Federstahl oder Kunststoff gefertigten flexiblen Teles-kopschlagstock, an dessen Ende eine Stahl- beziehungsweise Eisen- oder Bleikugel befestigt ist. Schläge auf den Schädel können jedoch durch den Peitscheneffekt des Endgewichtes, die dieses vom Treffpunkt an zusätzlich über den Federstahl weiter verteilt, schwerste Verletzungen bis hin zu einem Aufplatzen des Schädels verursachen. Die Stahlrute ist wie der oben genannte Totschläger eine Waffe und darf daher nicht einfach mitgeführt werden. Gegen den Besucher wird jetzt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. "Die Kontrollen finden ab jetzt regelmäßig statt."

Robert Berzel, Landgerichts-Sprecher