Sehen, staunen, spritzen

Die Wache der Stadtfeuerwehr war am Wochenende fest in Besucherhand. Zu Hunderten kamen die Besucher und nahmen das Informationsangebot der Floriansjünger an.

Tage der offenen Tür haben bei der Stadtfeuerwehr Zweibrücken eine lange Tradition - seit 40 Jahren, wie Stadtfeuerwehrinspekteur Harald Schmieg schätzt. 20 Mal fand der Tag in der Feuerwehrbleibe in der Landauer Straße statt, noch mal so oft in der Alten Feuerwache nahe dem Schloss. Dass am Sonntag regelrechte Besucherströme das Großereignis für jeden sichtbar machten, freute vor allem die Männer in den Feuerwehruniformen. War dies doch einmal mehr ein sichtbarer Beweis von Verbundenheit.

"Die Stadtbevölkerung und die aus den Vororten steht zur Feuerwehr. Das macht dieser Tag der offenen Tür immer wieder deutlich", meinte ein rundum zufriedener Harald Schmieg, der sich gemeinsam mit seinen 140 weiblichen und männlichen Feuerwehrkameraden insbesondere über den Besuch der "Pompiers" aus der Partnerstadt Boulogne-sur-Mer freute, die als Delegation die weite Anreise nicht scheute und unterhaltsame Stunden bei der Zweibrücker Feuerwehr verlebte. Dabei waren nicht allein der Tag der offenen Tür und der Blick hinter die Kulissen Gründe, vorbeizuschauen. Ein kleines Jubiläum konnte am Sonntag gefeiert werden: Die Jugendwehr besteht seit 35 Jahren. "Kein klassisches Jubiläum, aber die Arbeit in den Jugendwehren ist nicht nur sehr anspruchsvoll, sie ist im Hinblick darauf, dass immer wieder Jugendliche bei der Stange bleiben, sehr effektiv", stellt der Stadtfeuerwehrinspekteur zufrieden fest. Information war am Tag der unverschlossenen Türen vordergründig. Nicht nur der umfangreiche Fuhrpark mit den 24 kleinen und größeren Einsatzfahrzeugen, die aus den Vorortwehren eingeschlossen, war als eindrucksvoller Blickfang positioniert. Bei Führungen durch die Räume der Hauptwache konnten sich die Besucher einen Überblick darüber verschaffen, was in Einsatzzentrale, Werkstatt und den weiteren Zweckräumen passiert. Die dabei gewonnenen Eindrücke wurden anschließend bei drei spektakulären Einsatzübungen unterstrichen. Neben einer Übung mit dem Schwerpunkt Brand gab es eine technische Hilfeleistung und zum Schluss eine Gefahrgutübung, die alle in Atem hielt. Als Leiter des Gefahrstoffzuges gab Thomas Conrad wichtige Hintergrundinformationen und den lautstarken Schlussapplaus für die in jeder Beziehung prägende Übung, hatten sich am Ende nicht allein die übenden Feuerwehrleute in den schweißtreibenden Gummischutzanzügen verdient, wenngleich sie unter den fast hochsommerlichen Temperaturen besonders litten.

Reichhaltig wie immer war das Unterhaltungsangebot für die kleinsten Besucher. Ob beim Angeln, dem Hantieren mit der Kinderspritze oder dem Ergattern von kunstvollen Luftballonkreationen, für das viele sogar ein Schlangestehen in Kauf nahmen - die Unterhaltungspalette war kaum zu überbieten.