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Schulsanierung Dellfeld beginnt nächste Woche

Verbandsgemeinderat : Schulsanierung Dellfeld beginnt nächste Woche

Bis nächstes Jahr werden die Bauarbeiten voraussichtlich dauern.

Jetzt endlich ist es soweit. Kommenden Montag wird mit den Sanierungsarbeiten bei der Grundschule Dellfeld begonnen. Der Rückbau unter Schadstoffbedingungen soll bis August dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Zweibrücker Architekten Peter Bohrer und Stefan Streuber , beide Inhaber eigenständiger Architektenbüros, stellten den Mitgliedern des Verbandsgemeinderates die fertige Werkplanung und den Bauzeitenplan in der Sitzung (wir berichteten bereits) vor. Rund vier Million Euro lässt sich die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land als Bauherrin die Generalsanierung kosten.

Die nächsten Montag beginnenden Arbeiten werden laut Peter Bohrer unter Schadstoffbedingungen ausgeführt. Das heißt:  Die Arbeiter werden entsprechende Schutzanzüge tragen. Um weiterhin möglichst wenige Belastungen nach außen dringen zu lassen, haben sich die verantwortlichen Architekten dafür ausgesprochen, dass vorerst die vorhandenen Fenster im Gebäude bleiben. Architekt Peter Bohrer geht davon aus, dass diese Rückbauarbeiten bis Ende August abgeschlossen sind. Dann wird mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten begonnen.

Architekt Stefan Streuber, Sohn des ehemaligen Zweibrücker Oberbürgermeisters Hans-Otto Streuber, wird Nachfolger auch des Büros Peter Bohrer, wie dieser beim Ratsgespräch in Dietrichingen alle wissen ließ. „Ich gehe zum Jahresende in den Ruhestand, habe selbst keinen Nachfolger und durch die gute Zusammenarbeit in letzter Zeit ergab sich die Möglichkeit, dass sich das Büro Bohrer mit dem Büro Streuber verschmelzen wird.“

Bis Ende nächsten Jahres (2021) sollen die Sanierungsarbeiten bei der Grundschule Dellfeld abgeschlossen sein. Nicht betroffen von den bald einsetzenden Sanierungsarbeiten bleibt vorerst die vom eigentlichen Schulgebäude separat nutzbare Turnhalle. Sie steht vorerst den Grundschülern, die in Containern auf dem weitläufigen Schulgelände untergebracht sind, bis zum Abschluss der Schulhaussanierung wie auch den Vereinen weiterhin zur Verfügung. Erst dann kommt die Sporthalle an die Reihe.

VG-Ratsmitglied Klaus-Martin Weber (CDU) wollte wissen, wie es um die Kostenentwicklung stehe, vor allem ob die eingestellten Mittel ausreichend seien, und ermunterte die beiden Architekten deshalb zu einem Blick in die Glaskugel. Diese verwiesen auf die Ausschreibungen vor dem Einsetzen der Corona-Pandemie, wo sich im Bauhandwerk doch ein enormer Kostendruck aufgebaut habe. Stefan Streuber: „Wir haben inzwischen aufgrund von Ausschreibungen allerdings Anzeichen dafür, dass sich ein Trend zu Kosteneinsparungen erkennen lässt. Die nächsten Ausschreibungsergebnisse werden dann signalisieren, ob sich dieser Trend fortsetzt.“

Schulunterricht in Containern werden demnächst auch die Grundschüler der Pestalozzi-Schule Contwig auf dem Gelände der Grundschule in Stambach haben. Verbandsbürgermeister Björn Bernhard (CDU) skizzierte kurz die geführten Gespräche dazu mit der ADD und ging auf die Kostensituation bei den Schulcontainern ein. Wie enorm die Kostenschere auseinanderklaffe, sei an den vorliegenden Angeboten ablesbar. Architekt Martin Grub erläuterte detailliert die Ausschreibung, die nach dem Dellfelder Muster erfolgt sei. Corona sei für Container schwierig, wegen der wichtigen Hygiene würden insbesondere im Sanitärenbereich erhöhte Anforderungen gestellt, was sich kostenmäßig auswirke.

Grub stellte zudem fest, dass es überhaupt schwierig sei, noch Container zu bekommen. Das günstigste Angebote unterbreitete die Firma CMD aus Sachsen-Anhalt. Sie bietet der Verbandsgemeinde an, vier Container mit jeweils 60 Quadratmetern Größe auf drei Jahre zum Preis von 300 000 Euro zu überlassen. Verhandlungen wegen Skontogewährung stehen noch aus, zudem will die Verbandsgemeinde auf das Überlassen von Whiteboards verzichten, weil solche bereits in der Schule vorhanden sind und für die Nutzungsdauer ummontiert werden können. Die allgemeine Senkung der Mehrwertsteuer spiele der Verbandsgemeinde gleichfalls in die Hände, stellte Bürgermeister Björn Bernhard fest. Bei der Grundschule in Stambach werden die Container eine Standort haben. Zur Verbesserung der dortigen Nutzungsfläche sind 55 000 Euro vorgesehen.

Seit November letzten Jahres sind die Contwiger Grundschüler der Pestalozzischule wegen des unsäglichen Themas Schimmel nicht mehr in ihrem Schulgebäude. Sie haben Aufnahme in der IGS gefunden und sollen erst nach den Weihnachtsferien in die Container umziehen. Das Unternehmen CMD aus Sachsen-Anhalt stellt auch die Container in Dellfeld zur Verfügung und es habe bisher keine Probleme gegeben. Die Mitglieder des Verbandsgemeinderates erteilten deshalb auch jetzt dem Unternehmen den Auftrag zum Stellen der Container bei der Grundschule in Stambach.