Schnelles DSL dank Universitäten

Martinshöhe. Das schnelle DSL kommt. Die Firma Fernmeldebau Kerstholt aus dem Westerwald ist derzeit in Martinshöhe unterwegs um im horizontalen Bohrverfahren die Voraussetzungen fürs Verlegen der Kabelleitungen zu schaffen. Kommende Woche bereits sollen die Glasfaserkabel zu den Hauptverteilungspunkten in der Ortsmitte und der Südstraße eingezogen werden

Martinshöhe. Das schnelle DSL kommt. Die Firma Fernmeldebau Kerstholt aus dem Westerwald ist derzeit in Martinshöhe unterwegs um im horizontalen Bohrverfahren die Voraussetzungen fürs Verlegen der Kabelleitungen zu schaffen. Kommende Woche bereits sollen die Glasfaserkabel zu den Hauptverteilungspunkten in der Ortsmitte und der Südstraße eingezogen werden. Danach folgen die Anschlussarbeiten. Für Ortsbürgermeister Klaus Sprengard geht damit auch ein politischer Traum in Erfüllung, denn für eine aufstrebende Ortschaft ist schnelles DSL heute schon ein absolutes Muss. "Unsere Kanzlerin hat nicht umsonst die Parole ausgegeben, dass bis 2012 die weißen Flecken auf der Versorgungslandkarte für das Breitbandkabel verschwunden sein sollen. Wir sind glücklich, dass wir unseren Bürgern die Anschlussmöglichkeit noch dieses Jahr bieten können." Von einem steinigen Weg spricht der Bürgermeister rückblickend, denn die Verhandlungen zur Versorgung mit schnellem Internet verliefen alles andere als einfach. "Landrat Rolf Künne hat nach meinem Empfinden die nichtversorgten Orte im Landkreis Kaiserslautern im Regen stehen lassen, sprich keine Anstalten unternommen, um den Ortsgemeinden zu helfen." Es sei Sache der Gemeinden sich darum zu kümmern, sei damals die Kreisparole gewesen. Entmutigen ließ der Martinshöher Bürgermeister sich aber nicht. Im Gegenteil. Sprengard bekam Wind vom Vorhaben des Landkreises Kusel. Der nämlich suchte für das Kreisgebiet einen Versorger, fand diesen mit dem Unternehmen Inexio aus Saarlouis und war einverstanden, dass sich Bruchmühlbach-Miesau, Langwieden und Martinshöhe anhängten. "Direkt vor unserer Haustür läuft ein Glasfaserkabel vorbei, das die Universitäten Kaiserslautern, Homburg und Saarbrücken miteinander verbindet. Das war unser Glück", sagt Sprengard und schätzt die gänzlich unproblematische Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kusel in dieser Sache. "Keine Riesenformalitäten, das lief alles wie am Schnürchen." Nahtlos lässt sich dieser Zustand auf die tatsächliche Umsetzung übertragen, für die Inexio verantwortlich ist. Firmenvertreter: Jens Schemel: "Der harte Winter hat uns behindert, sonst wären wir noch weiter. Aber bis zur Jahresmitte gibt es in Martinshöhe das Hochleistungs-DSL, es läuft alles nach Plan. In spätestens zwei Jahren werden wir 75 Prozent der User in unseren Kundenkarten haben, bin ich mir sicher." Vorleistungen, mit Ausnahme der Überlassung von Räumen für die technische Ausstattung, musste die Gemeinde keine erbringen. Auch das ein Plus, wie Klaus Sprengard betont. cos