Kostensteigerung wahrscheinlich Am Hornbacher Stadttor wird jetzt gewerkelt

Hornbach · Die Kosten waren auf  214 000 Euro veranschlagt – aber das dürfte bei den aktuellen Preisen nicht mehr reichen.

 Sanierungsarbeiten am Oberen Stadttor in der Klosterstadt Hornbach (Bild) haben begonnen.

Sanierungsarbeiten am Oberen Stadttor in der Klosterstadt Hornbach (Bild) haben begonnen.

Foto: Norbert Schwarz

Der Startschuss für die Sanierungsarbeiten des historischen Bauwerkes „Oberes Stadttor“ in Hornbach ist gefallen. Bürgermeister Reinhold Hohn ist froh, dass die Arbeiten nunmehr endlich begonnen haben. Ein Sanierungsfall ist das historische Bauwerk bereits längere Zeit. Lieferschwierigkeiten bei den passenden Baumaterialien sollen zum verspäteten Arbeitsbeginn geführt haben. Den Verkehrsteilnehmern kam das zugute, denn sie müssen erst jetzt mit Einschränkungen im Baustellenbereich auskommen. Ohne die inzwischen im Bausektor eingetretenen Kostensteigerungen war das Sanierungsprojekt mit rund 214 000 Euro veranschlagt. 

Zu diesen Kosten, die als Schätzung und entsprechende Kostenermittlung allerdings noch aus dem Jahr 2020 stammen, hat inzwischen das Land Rheinland-Pfalz der Klosterstadt Hornbach einen Zuschuss in Höhe von 106 000 Euro gewährt. Ob diese Summe tatsächlich ausreicht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Einen verspäteten Arbeitsbeginn gilt es jetzt schon zu verzeichnen. Für Reinhold Hohn als erfahrenen Kommunalpolitiker jedoch überhaupt kein Grund zum Klagen. „Jeder weiß doch in der Gegenwart, wie das in der Wirtschaft aufgrund des Krieges im Osten, der bekannten Energiekrise und dem gesamten Drumherum verläuft. Wir müssen uns ganz einfach darauf einstellen, dass es nicht mehr so läuft, wie das noch vor wenigen Jahren einfach der Fall gewesen ist. Doch statt zu jammern und zu klagen, sollten wir uns lieber schon jetzt darauf einstellen und freuen, dass wir auch mit dieser Sanierungsmaßnahme wieder die Stadt Hornbach als Wirkungsstätte von Pirminius attraktiver machen. Dabei müssen wir das nicht ganz alleine schultern, sondern sind in enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Mobilität aus Kaiserslautern. Freuen wir uns doch über den Baubeginn und blicken positiv in die Zukunft, das wird uch bei diesem Projekt helfen die Schwierigkeiten, die sich ganz gewiss irgendwann während des Bauens einstellen, zu meistern!“

Der Hornbacher Bürgermeister sieht es jedoch als sehr positiv, dass mit der Projektbetreuung wieder das Architekturbüro Klaus Meckler aus Kaiserslautern der Stadt zur Hand geht und die Klosterstädter gerade beim Schaffen des Klosterhotels aus den Ruinen des früheren Klosters Hornbach beste Erfahrungen gemacht haben. Wie im Bauzeitenplan vorgesehen, ist mit dem Errichten der seitlichen Flankenmauer beim früheren Spital nunmehr begonnen worden. Diese Flankenmauer auf der offenen, rechten Torseite wird auch eine Stabilisierung zum Stadttor sein. Der Bürgermeister macht im Gespräch deutlich, dass die künftige Flankenmauer wieder ein Widerlager für das eigentliche Torb sein wird. „Dadurch bekommt das Tor wieder die notwendige Stabilität und das ist gerade dann wichtig, wenn es an die Sanierung des Sockels beim Torbogen geht.“

Das Schaffen der erwähnten Flankenmauer ist mit ein Verdienst des Sanierungsplaners Klaus Meckler. Zur Erinnerung: Mit der Planung der Stadttorsanierung, die von Anfang an mit den Vorstellungen des Landesamtes für Denkmalschutz in Einklang stand, hat Architekt Klaus Meckler einen Schritt hin zur geschichtlichen Vergangenheit gemacht. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten nämlich wird wieder der gesamte Fahrzeugverkehr durch den Stadttorbogen rollen und nicht mehr wie bisher einmal durchs Stadttor und dann am eigentlichen Torbogen vorbei.

Das wird automatisch zu einer „Verengung“ im Verkehrsfluss führen, was aber gewollt ist. Dazu auch nochmals Bürgermeister Hohn: „Wir haben schon in der Vergangenheit stets betont, dass wir mit dem Faustpfand Stadtgeschichte in Hornbach wuchern können und sollen. Das kann allerdings auch in ganz besonderen Fällen vielleicht zu weiteren Begleiterscheinungen führen. Im speziellen Fall einer Verkehrsverlangsamung, die im Endeffekt aber doch den Anwohnern zugute kommt, weil mehr Rücksichtnahme gerade beim Begegnungsverkehr im oberen Bereich des Stadttores künftig notwendig wird!“

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