Salz geht auf dem Land zur Neige

Contwig. Der Winterdienst der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land teilt die Sorgen der übrigen Städte und Gemeinden. Noch zwei Mal kann der stellvertretende Werksleiter Gustav Kühn auf dem Bauhof in Contwig die beiden neuen Unimogs beladen lassen. Dann ist die Lagerhalle im wahrsten Sinne des Wortes bis in die letzte Ritze leer gefegt

Contwig. Der Winterdienst der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land teilt die Sorgen der übrigen Städte und Gemeinden. Noch zwei Mal kann der stellvertretende Werksleiter Gustav Kühn auf dem Bauhof in Contwig die beiden neuen Unimogs beladen lassen. Dann ist die Lagerhalle im wahrsten Sinne des Wortes bis in die letzte Ritze leer gefegt. Wie andernorts auch warten die Mitarbeiter der Verbandsgemeinde sehnsüchtig auf den Salztransporter. Die Verantwortlichen haben wie üblich bei der Zentrale von Südsalz in Heilbronn Nachlieferung bestellt, doch derzeit ohne Lieferaussichten. Für 16 Verbandsgemeindeorte wird in der Contwiger Lagerhalle Streusalz für den Winterdienst gelagert. Die Verwaltung organisiert zudem für 15 Orte den Winterdienst. Allein Contwig mit samt Ortsteil Stambach sowie Bechhofen haben eigene Streufahrzeuge im Einsatz. Die Contwiger beziehen dabei das Streumittel gleichfalls von der Lagerstätte der Verbandsgemeinde. Allein Bechhofen ist in diesem Punkt autark und regelt alles eigenverantwortlich. Ortsbürgermeister Paul Sefrin: "Wir haben uns immer bei den Homburger Stadtwerken mit Streusalz eingedeckt. Dort sind aber die Lager leer. Wir haben uns nochmals helfen können, weil wir Splitt bekamen und diesen mit handelsüblichem Viehsalz mischen konnten. Allerdings ist dieser Vorrat inzwischen gleichfalls aufgebraucht." An einen solchen Engpass kann sich der stellvertretende Werkleiter Gustav Kühn schwer erinnern. "Ende der 80er Jahre war es mal vergleichbar, aber so was wie im Augenblick habe ich noch nicht erlebt." Froh ist Kühn nur in einem Punkt: Zusätzliche Probleme mit Schneeverwehungen hatten sie nicht. In den Ortschaften kamen sie überall hin, soweit nicht gedankenlos abgestellte Fahrzeuge ein Schneeräumen unmöglich machen. "Da beschweren sich bisweilen Anlieger bei der Verwaltung, sagen aber nicht, dass planlos geparkte Autos eine Anfahrt unmöglich machen", sagt Gustav Kühn und bittet deshalb um mehr Rücksicht. "Wir wollen jedem helfen, das geht aber nur, wenn wir die erforderliche Sicherheitsfläche zur Verfügung haben." 270 Zentimeter misst ein Räumschild der Schneepflüge. Aus Sicherheitsgründen ist eine Zufahrt von 3,50 Metern notwendig. "Wenn Eis drunter ist, dann brauchen wir einen Sicherheitsabstand." Jetzt zielen die Hoffnungen auf einen Witterungsumschwung und eine baldige Lieferung von Nachschubsalz. Kommendes Jahr wollen die Verantwortlichen von Anfang an 150 Tonnen einlagern. Die Vorkehrungen sind getroffen. Ob das reicht, wird dann von Väterchen Frost abhängig sein.