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S-Bahn nach Zweibrücken kommt mit in Ausschreibung

S-Bahn nach Zweibrücken kommt mit in Ausschreibung

Zweibrücken. Die Chancen für eine Verlängerung der S-Bahn Rhein-Neckar nach Zweibrücken seien "recht günstig geraten"

Zweibrücken. Die Chancen für eine Verlängerung der S-Bahn Rhein-Neckar nach Zweibrücken seien "recht günstig geraten". Das erklärte gestern Winfried Hirschberger (Foto: pm), Vorsitzender des Zweckverbandes Schienenpersonen-Nahverkehr Rheinland-Pfalz-Süd (ZSPNV), nach den Beratungen des Runden Tisches, der zu diesem Thema im Zweibrücker Rathaus einberufen worden war: "Die finanziellen Bedenken des Saarlandes haben sich stark reduziert." Der ZSPNV werde an einer Lösung mitarbeiten, die dem Nachbarbundesland "nicht die Tränen ins Auge treibe". Die Verlängerung der S-Bahn werde als Option in die Ausschreibung der Strecke aufgenommen, versprach Hirschberger. Hierfür sei eine Zustimmung der Saarländer nicht erforderlich. Bislang war davon ausgegangen worden, das Saarland müsse der Aufnahme in die Ausschreibung zwingend zustimmen (wir berichteten).Der frühere Vorsitzende des VRN (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) Norbert Eggers berichtete von dem jüngsten Gespräch mit Ministerpräsident Kurt Beck. Dabei seien fünf Punkte festgelegt worden. So sei die Verlängerung der S-Bahn-Strecke ein Anliegen des gesamten Landes, welche die Mainzer Regierung vorantreiben wolle. Ein positiver Nebeneffekt seien die Vorteile für die Homburger, die dann auch die günstigen Tarife des VRN nutzen könnten. Es sei außerdem klar, dass die Strecke als Option in die Ausschreibung der S-Bahn aufgenommen werde. Beck habe zudem noch einmal unterstrichen, dass Rheinland-Pfalz 75 Prozent des Anteils der Länder an den Investitionskosten bezahlen werde. Außerdem hat der Ministerpräsidenten seinem saarländischen Kollegen Peter Müller einen Brief übergeben (wir berichteten). Zum Schluss sei vereinbart worden, dass Zweibrücken den Kontakt mit seinen benachbarten Kommunen sucht, um mit diesem gemeinsam das Projekt voranzutreiben.

Die Vertreter der Stadtratsfraktionen von SPD, CDU, FDP und Grüner Liste unterstrichen, der Fortschritt sei nur erzielt worden, weil sich die Zweibrücker einig gewesen seien. "Der Schwarze Peter liegt nun auf höchster Ebene im Saarland", bemerkte FDP-Fraktionschefin Ingrid Kaiser. Oberbürgermeister Helmut Reichling betonte, dass er sich mit seinem Homburger Kollegen in der Sache einig sei. Die Bahn-Pläne tangierten die Umgehungsstraße für Einöd "in keinster Weise".