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Rosenkopf: Kurt Rücker spendet 10 000 Euro für Spielgerät

Rosenkopf : Für 18 000 Euro ein neues Spielgerät

Rosenkopf und der scheidende Bürgermeister Jürgen Plagemann freuen sich über die großzügige Spende von Kurt Rücker.

Der Spielplatz beim Dorfgemeinschaftshaus in Rosenkopf wird erneuert. Der Heimat- und Kulturverein stemmt zusammen mit dem Ehrenbürger Kurt Rücker die Kosten. Rund 18 000 Euro werden investiert. 8000 Euro steuert der Verein bei, die Restsumme kam ganz spontan vom ehemaligen Mitbürger, der für seine Heimatgemeinde schon seit vielen Jahren ein großes Herz hat. Ortsbürgermeister Jürgen Plagemann: „Ohne Kurt und den Heimat- und Kulturverein würde manches im Dorf einfach nicht laufen.“

In den Neubaugebieten des Ortes haben sich viele jungen Familien den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklicht. Zudem ist manche leerstehende Immobilie im alten Dorfkern von jungen Familien erworben und wohnlich umgestaltet worden. Das hat sich in der Altersstruktur des Ortes niedergeschlagen. Plagemann: „Wir haben viele Kinder in der Gemeinde und engagierte Eltern dazu. Der Spielplatz beim Dorfgemeinschaftshaus war, das räume ich offen ein, etwas in die Jahre gekommen. Eltern traten an mich heran und meinten, hier müsse etwas getan werden. Dabei boten sie ihre Mithilfe an wenn es darum gehe, Eigenleistung zu erbringen. Weil es um unsere Gemeindefinanzen ja nicht besonders rosig bestellt ist, wurde beim Heimat- und Kulturverein nachgehört, inwieweit dieser sich finanziell beteiligen kann. Das ist im Rat so besprochen worden, die Medien berichteten darüber und unser Ehrenbürger hat auf diese Art und Weise von alledem erfahren. Wenig später klingelte das Handy bei mir und Kurt Rücker meinte kurz und bündig, so wie das seine Art ist: ‚Ich gebe euch 10 000 Euro für den Kauf eines neues Großspielgerätes dazu.’“

Den Abbau der alten Spielgeräte haben inzwischen ehrenamtliche Helfer besorgt. Bäume wurden gefällt, damit das neue Spielgeräte passend aufgestellt werden kann, dessen Lieferung für das Frühjahr vorgesehen ist. „Wir stehen sozusagen Gewehr bei Fuß, im April soll Liefertermin sein, dann wird alles sofort aufgebaut und spielfertig hergestellt“, sagt Plagemann, der mit der Erneuerung des Spielplatzes eine seiner letzten Großprojekte sieht. Nach 20 Jahren Engagements als Ortsbürgermeister und 35 Jahren Zugehörigkeit im Ortsgemeinderat überhaupt sieht Jürgen Plagemann den Zeitpunkt gekommen, die Verantwortung an der Gemeindespitze in jüngere Hände zu legen. „Amtsmüdigkeit ist bestimmt nicht das richtige Wort, aber jetzt soll wirklich mal eine Veränderung her. Es gibt einfach Jüngere, die das machen sollen.“

Die Zäsur wird ohne Wenn und Aber sein, ein Verbleib als einfaches Ratsmitglied im Gremium kommt für den erfahrenen Kommunalpolitiker deshalb auch überhaupt nicht in Frage. Es sei stets im Ort etwas bewegt worden, sagt Plagemann und verweist im gleichen Atemzug darauf, dass das alles nur in bester Zusammenarbeit mit den Ratsmitgliedern geschehen konnte. Zwei „Baustellen“ seien zudem noch vorhanden: der Platz beim Rosenbrunnen und das Projekt Friedhofswege. Dem Beispiel anderer Orte folgend, soll künftig auch eine Urnenbeisetzung in einer Stelenwand in Rosenkopf möglich sein. Zusammen mit der Erneuerung von Friedhofswegen soll jetzt ein Maßnahmepaket geschnürt werden, für das das Land inen Zuschuss aus dem Investitionsstock gewährt.

Der Maßnahmebeginn wird aber sicher in die Zeit nach den Kommunalwahlen fallen. Der Dorfbackofen werde in der Bevölkerung gut angenommen, mit der Sanierung des alten Spritzenhauses (wir berichteten) war der Bau einer Toilettenanlage in diesem Haus verknüpft. Etwas, das beim Feiern von kleinen und großen Festen bisher fehlte. Jetzt gehe es noch darum, dem Backofen und seinem Umfeld durch überdachte Sitzgelegenheiten eine besondere Note zu geben, Jürgen Plagemann dazu: „Unser Ratsmitglied Rolf Vogelsang, selbst Architekt, hat bereits Ideen zusammengetragen. Die müssen noch reifen und im Rat diskutiert werden. Auch das wird eine Aufgabe sein, die ich leider sozusagen als Altlast meinem Amtsnachfolger überlassen muss“.