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Rosenkopf investiert in Innenausbau des DGH

Ortsgemeinderat Rosenkopf : 100 000 Euro für den Innenausbau

Das finanziell nicht auf Rosen gebettete Rosenkopf will sein Dorfgemeinschaftshaus weiter auf Vordermann bringen.

Die Finanzschwäche haftet Rosenkopf weiterhin an. in diesem und dem kommenden Haushaltsjahr klaffen zwischen Erträgen und Aufwendungen erhebliche Lücken. Trotzdem ergibt sich die Ortschaft mit Bürgermeister Christian Plagemann an der Spitze nicht ihrem finanziellen Schicksal. Ratsmitglieder und Bürger packen bei vielen Aufgaben und Vorhaben  selbst an. Der Heimat- und Kulturverein unterstützt, wo es nur geht. Förderer, wie Ehrenbürger Kurt Rücker, greifen unter die Arme, beim Thema Eigenleistung sind die Ratsmitglieder Vorbilder. Ortsbürgermeister Christian Plagemann: „Wir krempeln immer wieder die Ärmel hoch’“.

Allein die Umlagen an den Landkreis  Südwestpfalz und die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land schöpfen den erheblichsten Teil der steuerlichen Einnahmen ab.  An die Kreiskasse wird dieses Jahr ein Umlagebetrag in Höhe von 137 930 Euro überwiesen. Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land erhält Zahlungen in Höhe von 101 480 Euro. Als Kostenanteil für die Unterbringung der Kleinen im Kindergarten von Bechhofen muss die Ortsgemeinde in diesem Jahr 22 800 Euro aufwenden. Mit 191 900 Euro ist der Anteil an der Einkommensteuer der höchste Einnahmeposten im Jahresetat überhaupt. Die Schlüsselzuweisungen betragen rund 60 000 Euro. Fast nur ein Erinnerungsposten ist die Gewerbesteuer mit 2640 Euro.

Dabei hat das Dorf noch das „geografische Pech“, dass ein größeres Metallunternehmen am Ortseingang aus Richtung Martinshöhe nicht auf Rosenkopfer Gemarkung liegt. Dort ist Hoheitsgebiet der Nachbarortschaft Bechhofen. Dass Ortsbürgermeister Jürgen Plagemann zusammen mit den Entscheidungsträgern im Rat zu sparen weiß, lässt sich auch an den aufzubringenden Zinsen ablesen. diese betragen für Investitionen in diesem Jahr gerade mal 920 Euro.

2180 Euro sind dagegen als Liquiditätskredite von Kämmerer Knecht ermittelt worden. In den Innenausbau des Dorfgemeinschaftshauses und dem Beschaffen einer neuen Unterstellmöglichkeit für Benutzer des öffentlichen Nahverkehrs wird investiert. Dabei sprachen sich die Mitglieder des Rates für den von Rolf Vogelsang ausgearbeiteten Entwurf aus.

Zum Planungsvorschlag von Architekt Rolf Vogelsang gab es einen Entwurf der herkömmlichen Art. Vogelsang war allerdings daran gelegen, die neuere bauliche Umgebung aus der Höhenstraße bewusst in seine Planungskomposition einzubeziehen. Das örtlich ansässige Unternehmen Blinn ist bereit, zum Preis von 12 500 Euro die Planung zu realisieren. Ihm ist in der  Montagabendsitzung dafür der Auftrag erteilt worden. Der Landeszuschuss in Höhe von 2500 Euro reduziert die Haushaltsbelastung etwas.

Rund 100 000  Euro sind für den Innenausbau des Dorfgemeinschaftshauses angesetzt. Das Land fördert diese Maßnahme aus dem I-Stock mit 50 000 Euro. Die Toiletten sind bereits erneuert.

Der neue Verbandsbürgermeister Björn Bernhard stattete am Sitzungsabend auch den Rosenkopfer Ratsmitgliedern und Ortsbürgermeister Christian Plagemann seinen Antrittsbesuch ab und konnte sich zum Sitzungsende einen Überblick davon verschaffen, wie es den engagierten Kommunalpolitikern in der kleinen Gemeinde gelingen wird, aus ihrem Dorfgemeinschaftshaus, der ehemaligen landwirtschaftlichen Schule des früheren Landkreises Zweibrücken, ein kleines Schmuckstück, ein echt schmuckes „Bürger-Wohnzimmer“ zu schaffen.

Auch bei diesem Projekt ist Rolf Vogelsang ein wertvoller Ideengeber gewesen und schon jetzt können sich die kommenden Besucher auf ganz besondere Abende bei den Rosenkopfer Laienspielern freuen. Christian Plagemann: „Wir wären baulich eigentlich schon viel weiter, doch die Corona-Pandemie hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das mit dem Innenausbau beauftragte Unternehmen kommt mit seinen Arbeiten derzeit nicht in die Gänge.“