Rockiger Wave und Rock-Klassiker

Zweibrücken. An Tina Turners Klassiker "Steamy Windows" fühlten sich Konzertbesucher am Samstag am Zweibrücker Campingplatz erinnert

Zweibrücken. An Tina Turners Klassiker "Steamy Windows" fühlten sich Konzertbesucher am Samstag am Zweibrücker Campingplatz erinnert. Denn wegen des Zusammenwirkens von vielen Gästen, einer elektrisierenden Band und einer üppigen Lichtanlage gab es im Saal beschlagene Brillengläser, Kamera-Objektive - und eben auch "beschlagene Fensterscheiben""Ich fühle mich in meine Jugendzeit zurückversetzt", schwärmte der 29-jährige Patrick Kolbe, der extra für die Gruppe aus Blieskastel gekommen war. Ihm ging es nicht nur um die Musik, sondern auch darum, jede Menge Freunde aus früheren Tagen zu treffen. "Hier leben mit den vielen bekannten Gesichtern viele alte Erinnerungen wieder auf", freute sich Kolbe. Und genau dies ist es, was der Besitzer der Gaststätte und Veranstalter, Patrick Lang, mit der Konzertreihe "Campingplatz meets music" bezwecken möchte. "Einen Treffpunkt für Jung und Alt, bei dem man zu guter Musik gemeinsam feiern und Spaß haben kann." Acht Konzerte an vier Wochenenden mit wechselnden Gruppen, angefangen bei Pop-Rock-Punk-Cover über Akustik-, bis hin zum Blues-Genre sind dabei vertreten. In die dritte Runde geht seine Konzertreihe in diesem Jahr, am Schwarzbachlauf, wobei er sich mit Resonanz und Zuspruch des Publikums am Startwochenende absolut zufrieden zeigte. "Am Freitag war es etwas weniger, wobei dies nicht an der Band lag, die prima aufspielte, sondern meiner Meinung nach eher am Freitag selber, da viele es nach der ersten Arbeitswoche 2011 etwas ruhiger angehen lassen wollten." Dafür dichtes Gedränge am Samstag zu Liedern wie "Enjoy the silence". Trotz der Gegenveranstaltung im Gasthaus Sutter in Niederauerbach, wo die AC/DC-Coverband Sin City aufspielte, verschlug es am Freitag immer noch über 150 Gäste in die Geschwister Scholl-Allee 11. Mit Popsongs etwa von Amy Winehouse oder Rock-Klassikern spielte die Zweibrücker-Formation 7-ab nicht nur den Eisbrecher am Freitagabend, sie zeigte damit ebenfalls ihr musikalisches Spektrum. Mehr auf einen Stil konzentriert hieß es dafür am Samstag für die Mannen von Depeche Rock. Sie hielten sich an ihre berühmten Vorbilder. Im Groben. Denn mit der rockigen Besetzung kristallisierten sich rockigere Ansätze heraus. Sänger Heiko Sonntag begeisterte nicht nur mit der Stimmähnlichkeit zu Dave Gahan, auch seine Bühnenpräsenz beeindruckte. Das nächste Konzert findet am Freitag, 4. Februar, statt. Dann spielt um 21 Uhr das 49ers Project.