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Rimbrecht: Nicht Mitarbeiter, sondern Stadtführung verbessern

Rimbrecht: Nicht Mitarbeiter, sondern Stadtführung verbessern

Zweibrücken. Heute kommen 60 zufällig ausgewählte Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu einem Gruppengespräch mit einem Mediator zusammen. Das so genannte "World Café" soll für eine bessere Zusammenarbeit in der Stadtverwaltung sorgen

Zweibrücken. Heute kommen 60 zufällig ausgewählte Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu einem Gruppengespräch mit einem Mediator zusammen. Das so genannte "World Café" soll für eine bessere Zusammenarbeit in der Stadtverwaltung sorgen. Doch gestern Abend sorgte das Verfahren im Hauptausschuss für eine Kontroverse zwischen Oberbürgermeister Helmut Reichling und den SPD-Stadträten Walter Rimbrecht und Dirk Schneider. Rimbrecht kritisierte, dass bei Einrechnen der Arbeitszeit das Verfahren mehr als die genannten 4500 Euro kostet. Dieses Geld soll man besser in Prozesse stecken, "die die Stadtführung verbessern und nicht die Mitarbeiter". Bei dem Verfahren werde der Eindruck erweckt, dass die Mitarbeiter das Problem sind und nicht der Oberbürgermeister. Hintergrund ist eine Umfrage in der Verwaltung, in der Kritik an der Verwaltungsführung aufgekommen war (wir berichteten). Nach Meinung Rimbrechts sei das Verfahren nicht geeignet, um Konflikte zu lösen. "Ich habe keine Probleme mit den Mitarbeitern", entgegnete Oberbürgermeister Helmut Reichling. Bei dem Verfahren gehe es nicht um Konfliktlösungen, stimmte Reichling Rimbrecht zu. "Das Verfahren soll Potenziale bei den Mitarbeitern erschließen." Als Mediator hat Reichling den Gewerkschafter Thomas Warth beauftragt. Der Weiterbildungsträger Arbeit und Leben moderiert das World Café.Walter Hitschler (FDP) wünschte sich lediglich, dass der Oberbürgermeister dem Hauptausschuss nach Abschluss des Verfahrens darüber berichtet. Das werde der Mediator Thomas Warth selbst übernehmen, kündigte Oberbürgermeister Helmut Reichling an.Die Kosten von 4500 Euro mussten als "genehmigte unerhebliche überplanmäßige Ausgabe" nur bekannt gegeben werden. Bei den anderen unerheblichen Mehrausgaben gab es keine Diskussion. So wurde die Mehrausgabe in "erheblichem Umfang", für die Tilgung an Sparkassen und Landesbanken für Darlehen beschlossen.