Kripo ermittelt Zweites großes Heuballen-Feuer am selben Ort – Brandstiftung?

Contwig/Oberauerbach · Die Kripo ermittelt, nachdem 80 bis 90 Heuballen zwischen Oberauerbach und Contwig (wo der Rauch hinzog) gebrannt haben.

 50 Feuerwehrleute und einige Landwirte waren im Einsatz.

50 Feuerwehrleute und einige Landwirte waren im Einsatz.

Foto: Feuerwehr Zweibrücken-Land

Am Sonntag um 21.42 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land von der Integrierten Leitstelle Landau zu einem Heuballen-Brand nach Contwig, im Bereich einer Freifläche an der Kreisstraße 74 Richtung Oberauerbach alarmiert. Dort waren 90 Heuballen in Brand geraten, berichtet die Feuerwehr, die Polizei schätzt etwa 80.

„Da bereits am 3. September vergangenen Jahres gut 100 Heuballen an gleicher Stelle, ebenfalls an einem Sonntag und zur gleichen Uhrzeit, abgebrannt sind, kann derzeit eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden“, berichtet die Polizeidirektion Pirmasens: „Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.“ Noch sei die Brandursache unklar.

Parallel zur Land-Feuerwehr alarmierte die Integrierte Leitstelle Landau die Feuerwehrkollegen die Feuerwehr der Stadt Zweibrücken.

„Die Einsatzkräfte konnten gemeinsam den Brand vor Ort eindämmen und das Feuer unter Kontrolle bringen“, berichtet Holger Hell, Medienbeauftragter der Feuerwehr Zweibrücken-Land: „Gegen Mitternacht konnten einige Einsatzkräfte wieder aus dem Einsatz herausgelöst werden, da das Feuer eingedämmt war, und unter Kontrolle war.“ Einsatzkräfte, die Restlöscharbeiten durchführten, und die Brandwache waren noch bis zu den Morgenstunden vor Ort. Die Einsatzdauer betrug acht Stunden.

 Der aktuelle Fall (Bild) weist verdächtige Parallelen zum Heuballen-Großbrand vom vergangenen September auf.

Der aktuelle Fall (Bild) weist verdächtige Parallelen zum Heuballen-Großbrand vom vergangenen September auf.

Foto: Feuerwehr Zweibrücken-Land

Auch Landwirte halfen bei dem Einsatz: Sie zogen mithilfe von drei Teleskopladern die Heuballen auseinander.

„Während der Löscharbeiten wurde die Bevölkerung der Ortsgemeinde Contwig über Soziale Medien informiert, dass diese Türen und Fenster schließen sollen, bzw. geschlossen halten, da der Brandrauch in Ortsgemeinde hineinzog“, schreibt Hell.

Im Einsatz waren die Löscheinheiten aus Contwig, Dellfeld, Käshofen, Althornbach, die Feuerwehr der Stadt Zweibrücken, mit Unterstützung der Feuerwehreinsatzzentrale der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land.

Vor Ort waren insgesamt 50 Feuerwehrleute mit 15 Feuerwehrfahrzeugen. „Der Pendelverkehr, damit die Tanklöschfahrzeuge wieder aufgetankt wurden, wurde im Bereich am Feuerwehrhaus Contwig eingerichtet“, berichtet Feuerwehrsprecher Hell weiter.

Die Feuerwehr schätzt die Schadensumme auf etwa 8000 Euro, die Polizei auf 5600 Euro.

 Der Feuerwehreinsatz dauerte acht Stunden.

Der Feuerwehreinsatz dauerte acht Stunden.

Foto: Feuerwehr Zweibrücken-Land

Zeugen oder andere Hinweisgeber werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter Tel. (0 63 31) 52 00 oder per E-Mail kipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen.

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