Käshofer Sause hat viel Tradition : 129 Helfer sorgen für ein tolles Dorffest

Auch diesmal strömten wieder Besucher von weit her zu der beliebten jährlichen Feier nach Käshofen.

Ihr Dorffest feierten die Käshofer am Wochenende zusammen mit sehr vielen Besuchern. Bei idealen äußeren Bedingungen wurde am Samstag zum Auftakt bis weit in die Morgenstunden hinein gefeiert. Ausgiebig, friedlich und stimmungsvoll – eben so, wie man das in der Sickingerhöhenortschaft seit Jahrzehnten gewohnten ist. Mittendrin im Getümmel der Feiernden: Die neue Führungsdoppelspitze mit Ortsbürgermeister Egon Gilbert und seinem Stellvertreter Klaus Dieter Köhler.

Edith Schneider, seit Jahren am Käshofer Beratungstisch bei den Ratsmitgliedern mit von der Partie und langjähriger Dreh- und Angelpunkt nicht allein was die Organisation der Dorffeste angeht, meinte auf die Frage, das wie vielte Fest denn eigentlich gefeiert wird, nur: „Ach Gott, was die Zeitungsleit immer wisse wolle, von 1980 an bin ich immer debei, egal wer Borremäschder war…“ Begonnen hatte alles mit dem Dorfjubiläum in den 70er Jahren: Erst bei der früheren Dorfkneipe Göttel, dann in der Hauptstraße mit Schwerpunkten bei der ehemaligen Lehrerdienstwohnung, im Hof des früheren Bürgermeisters Werner Kissinger und dem Dorfgemeinschaftshaus. Heute konzentriert sich alles auf den Platz zwischen dem Dorfgemeinschaftshaus, der neuen Gerätehalle und dem überdachten Pavillon für die Musiker. Veränderungen beim Festplatzzuschnitt gab es wohl – geblieben ist das riesige Engagement der Bürger, die sich mit dem Dorffest identifizieren und dem der Besucher. Sie kamen einmal mehr nicht allein aus den umliegenden Orten, sondern auch von weit her – nicht selten wird das KäshofgerDorffest wie die Kerwe auch zu einem Treffpunkt ausgemacht, um alte Bekannte zu treffen. Daran änderte auch der Umstand nichts, dass, entgegen früherer Jahre, wo die Dorffesttage meist mit dem Homburger Bergrennen auf der Käshofer Chaussee zusammenfielen, nun erst eine Woche danach das zweitägige Fest gefeiert wurde. Schneider: „Es ist einfach der Wahnsinn, bei diesem ersten Fest unseres neuen Ortsbürgermeisters Egon Gilbert läuft alles auf ein Fest der Superlative hinaus. Schon früh am Abend waren die Gefillde ausverkauft, so was hatten wir noch nie.“ „Gefillde“, das sind Klöße, die der früheren Metzgereimeister und engagierte Dorfbewohner Gerold Niklaus fix und fertig zubereitet. In die rohen Klöße kommt eine spezielle Mischung als Hackfleisch und Leberwurst, mit entsprechenden Gewürzen. Doch sowenig der Gerold Niklas seine Rezepturen für die verschiedenen früheren Wurstsorten auch nicht heute im Rentneralter verrät, verhält sich das auch mit den Gefillde, die an beiden Tagen gleich warmen Semmeln weggingen und einmal mehr ein Renner auf der sehr abwechselungsreichen Speisekarte waren.

129 Helfer allein für die Schichten an den Ständen und in den Buden hatten Bürgermeister Egon Gilbert und Ratsmitglied Claudia Schmidt rekrutiert. Es sei der helle Wahnsinn, so viel Bereitschaft zum Zusammenstehen für die Dorfgemeinschaft zu erleben, meinte auch Claudia Schmidt, die schon etliche Jahre dieserhalb dem jeweiligen Bürgermeister zur Hand geht.

Der große Fallschirm überspannte auch dieses Jahr den herrlich gelegenen Festplatz, stimmungsvoll die Bands, die aufspielten und ein riesiger Haufen an Rheinsand wird schon seit Jahren von den Kleinsten als Buddelplatz glänzend angenommen. Mitten im Festgelände, versteht sich, weil Kinder mit dem Dorffest groß werden sollen.