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Reichling: Das ist unsere beste Investition

Reichling: Das ist unsere beste Investition

Zweibrücken. Zwei Mädchen spielten Tischfußball, drei Jungs vertieften sich in einem anderen Raum in ein Brettspiel und im Ruheraum saßen einige auf Sitzkissen

Zweibrücken. Zwei Mädchen spielten Tischfußball, drei Jungs vertieften sich in einem anderen Raum in ein Brettspiel und im Ruheraum saßen einige auf Sitzkissen. Kaum waren die Ansprachen der offiziellen Eröffnung verklungen machten die 15 Kinder zwischen sechs und neun Jahren das, was sie in der Lern- und Spielstube an der Herzog-Wolfgang-Straße am liebsten machen und was Oberbürgermeister Helmut Reichling auch empfahl: "Das ist eure Wohnung. Da sollt ihr euch wohlfühlen, Spaß haben, mit Freunden spielen".Neben dem Freizeitangebot gehört auch die kostenlose Hausaufgabenhilfe zu den Aufgaben der Lern- und Stube, wie die Leiterin Barbara Wosnitza sagte. Vorher in den "zwei kleinen Räumen" im Jugendzentrum Maxstraße sei das schwieriger gewesen, meinte die Leiterin. "Aber Frau Wosnitza hat es geschafft, dass alle Kinder, die in der Lern- und Spielstube waren, einen Schulabschluss schafften", betonte der Beigeordnete und Jugenddezernent Rolf Franzen.

Die Gesellschaft für Wohnen und Bauen stellt die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung. Dabei hat die kommunale Wohnungsbaugesellschaft zwei Wohnungen im Erdgeschoss zu einer Einrichtung zusammengefasst. Die Lern- und Spielstube umfasst mit zwei Räumen für die Hausaufgabenbetreuung, einem Spiel- und Bastelraum, einem Computerraum, einem Ruheraum, einer Küche, einem Büro sowie den Toiletten eine Fläche von 165 Quadratmeter.

"Ohne die Gewobau wäre die Einrichtung nicht machbar", sagte Oberbürgermeister Reichling. damit werde die städtische Tochter einen Beitrag für das soziale Leben der Stadt machen. Denn mit der freiwilligen Leistung Lern- und Spielstube leiste die Stadt einen Beitrag zur sozialen Integration. "Das ist die beste Investition, die wir tun können."

Insgesamt gibt es in Zweibrücken sechs Lern- und Spielstuben. Damit verfolge die Stadt "einen besonderen Ansatz", sagte Ludwig Haass vom Landesjugendamt. Die Einrichtungen seien "nah bei den Menschen". Im Schnitt kommen von montags bis freitags 12.30 bis 17 Uhr 18 Kinder zwischen sechs und neun Jahren. Zugelassen ist die Einrichtung für 20 Kinder von sechs bis 14 Jahre. Sie soll vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien eine Hilfe bieten.