Rat stimmt für Millionen-Projekt

Alle Stadtratsmitglieder von Hornbach unterstützen mit ganzer Kraft das Projekt Parkklinik beim Oberbeiwalderhof, das 15,9 Millionen Euro kosten soll. Für die Parkanlage wird einmal die Klosterstadt zuständig sein.

Das sechs Hektar große Außengelände bei der auf dem ehemaligen Hofgelände des Oberbeiwalderhofs geplanten Parkklinik will die Stadt Hornbach erwerben und entwickeln. Das haben die Mitglieder des Stadtrats gestern Abend einstimmig beschlossen. Der Rückbau des alten Wasgaumarktes bei der Mühle Reidiger wird ebenso Maßnahmebestandteil wie das mögliche Schaffen einer Fisch-Aufstiegshilfe als Ersatz für die Fischtreppe bei der Mühle Reidiger.

Überzeugungsarbeit für dieses Projekt musste Stadtbürgermeister Reinhold Hohn (FDP ) nicht leisten. Schon beim Beschreiben der Ausgangssituation hatte der Stadtbürgermeister klargemacht: "Dieses Vorhabenpaket ist ebenso wie die Stadt-Umland-Entwicklung von Hornbach ein Bestandteil des vom Land Rheinland-Pfalz signalisierten 25-Punkte-Programms als Ersatz für den Ausstieg beim Flughafen Zweibrücken. Jeder weiß, wie es um die Haushaltslage der Stadt bestellt ist. Wir können das nur schultern, wenn uns das Land die entsprechende finanzielle Hilfe gewährt. Wir werden das auch zur Erwerbsbedingung machen. Wegen des von der Stadt aufzubringenden Eigenanteils werden wir uns dann schon die entsprechenden Gedanken machen. In der Vergangenheit haben wir immer wieder bewiesen, dass wir sowas zu meistern wissen." Dieser Ansicht sind auch die übrigen Stadtratsmitglieder gewesen, die ohne Wenn und Aber den Beschlussantrag des Stadtbürgermeisters unterstützten. Bereits in den kommenden Wochen wollen Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD ), Landrat Hans Jörg Duppré (CDU ) und Stadtbürgermeister Hohn in Mainz die entsprechenden Gespräche beim Innen- und Umweltministerium führen.

Die Zeit drängt. Vor dem Ratsbeschluss skizzierten noch einmal Architekt Martin Grub und Projektentwickler Thomas Schiwek von Image Select den gegenwärtigen Sachstand. Die zweijährige Vorarbeit ist demnach abgeschlossen. Bisher hat der Projektbetreiber allein in die Vorarbeit schon 300 000 Euro investiert, so Thomas Schiwek, der ganz offen über die Planabsichten und die geschätzten Kosten in Höhe von 15,9 Millionen Euro sprach. Insgesamt würden 34 Arbeitsplätze entstehen, die der neun Ärzte und vier Psychologen dabei eingeschlossen. Schiwek sprach von einer hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Grub, der Stadt Hornbach und den übergeordneten Entscheidungsträgern bei der Kreisverwaltung.

Die geplante Parkklinik mit ihren 54 Betten soll einmal die Aura eines 4-einhalb-Sterne-Hotels haben. Wie sich das alles passend für die Klosterstadt Hornbach zusammenfügt, wusste Architekt Martin Grub den Stadtratsmitgliedern und Zuhörern zu vermitteln. Dem ehemaligen Ökonomiegebäude mit seinen denkmalgeschützten Gewölbedecken wird dabei eine ganz besondere Bedeutung zuteil. Martin Grub: "Wir haben eine zielorientierte Situation. Der denkmalgeschützte 3-Seiten-Hof wird nach dem Umbau zur Klinik das Stadtbild weiter aufwerten, das ist jetzt schon sicher."