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Rat Riedelberg nimmt Bürger-Angebot für Glockenturm-Anstrich auf Friedhof an

Friedhof (und Bushaltstelle) Thema im Gemeinderat Riedelberg : Glockenturm wird mit Bürger-Hilfe schöner

Der Ortsgemeinderat möchte den Friedhofs-Turm wieder neu glänzen lassen. Eine Fachfirma wird die Friedhofsmauer sanieren.

Eine brüchige Friedhofsmauer, ein verrosteter, stählerner Glockenturm. Für Ortsbürgermeister Christian Schwarz schrillen die Alarmglocken, ist Handlungsbedarf angesagt. Die Mitglieder des Ortsgemeinderates schätzen die Situation gleichermaßen ein. Zumal gerade der Friedhof oft als Spiegelbild eines Ortes apostrophiert wird.

Zur Reparatur der Bruchsteinmauer soll ein handwerklicher Fachbetrieb aktiv werden. Was das Anbringen eines neuen Anstrichs beim Glockenturm angeht, meldete sich ein aktiver Bürger aus der Dorfgemeinschaft zu Wort und will helfen 

„Gut dass wir in Riedelberg tatsächlich nicht nur eine handvoll Mitbürger haben, die an- und zupacken, wenn es ums Arbeiten für die Allgemeinheit geht“, findet Ortsbürgermeister Christian Schwarz. Nunmehr sei erneut ein solcher Helfer an die Ortsgemeinde herangetreten, habe auf die zahlreichen Rostspuren hingewiesen, von denen das Turmgestelle gezeichnet ist und bot dieserhalb seine Hilfe an.

Die Wetterspuren sind am stählernen Tragesystem der Friedhofsglocke deutlich auszumachen. Der kleine Glockenturm trägt keine Überdachung, Glocke und auch stählerne Trägerteile sind zumindest den Witterungseinflüssen in jeder Jahreszeit ungeschützt ausgesetzt.

Der Rat war damit einverstanden, dass die Anstrich- und Ausbesserungsarbeiten auf diese Art und Weise erledigt werden. Farbe für die Anstricharbeiten wird die Ortsgemeinde stellen, nachdem die entsprechenden Vorarbeiten ausgeführt sind.

In diesem Zusammenhang dankte Ortsbürgermeister Christian Schwarz öffentlich und förmlich einem ehrenamtlichen Mitstreiter, der zwar eine ganz besondere Verbindung zu Riedelberg hat, hier aber selbst nicht einmal wohnhaft sei. In seiner aktiven Arbeitsphase stand dieser Helfer in Diensten der Verbandsgemeinde-Zweibrücken-Land und war beim Ordnungsamt aktiv. Nunmehr im Ruhestand, bietet Wolfgang Bonk für weniger lukrative Arbeiten sein handwerkliches Können an, setzt sich uneigennützig für die Ortsgemeinde Riedelberg ein. Beim heimischen Kirchenchor ist Bonk ehrenamtliche als Sänger aktiv. Und wie Bürgermeister Schwarz erklärte, habe Bonk nun mitgeholfen dass bei dringend notwendigen Reparaturarbeiten an den stählernen Friedhofstüren die Ortsgemeinde für umme zur Schadensbehebung zu sorgen. Dies sei nicht das erste Mal gewesen, wo Wolfgang Bonk sich eingesetzt habe, weshalb dieses öffentliche Lob und Dankeswort sicher angebracht sei, meinte der Ortsbürgermeister und erhielt dafür die Zustimmung der Ratsmitglieder.

Aus Sandstein ist die ortsbildprägende Friedhofsmauer errichtet, zum Friedhofsinnenbereich ist die doppelwandige Mauer nunmehr eingestürzt. Von der Firma Kläwa aus Contwig lag ein Kostenangebot in Höhe von 3213 Euro zur Wiederherstellung vor. Die Ratsmitglieder stimmten der vorgeschlagenen Auftragsvergabe zu.

Für den ÖPNV-Verkehr sieht der dritte Nahverkehrsplan für alle mit Kategorie B (1) versehenden Bushaltestellen innerhalb der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land einen barrierefreien Ausbau bis Ende 2021 vor. Riedelberg hat in der Luitpoldstraße eine entsprechende Bushaltestelle. Bereits im letzten Herbst hatte der Rat einen Grundsatzbeschluss zur Planung gefasst. Der zentralen Vergabe für die Planungsleistungen an das Büro Schönhofen Ingenieure (Kaiserslautern) wurde damals zugestimmt.

Im Frühjahr dieses Jahres sind die vom Ingenieurbüro eingereichten Entwurfsunterlagen mit den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt worden. Ende April erfolgte das Vorstellen der überarbeiteten Planung bei den betroffenen Gemeinden. Das Ingenieurbüro hat nun die Kosten für die abgestimmten Ausbauplanungen für die jeweiligen Haltestellen vorgelegt.

Ziel der Ausbauarbeiten ist es, die Reststufenhöhe und die Spaltenbreite beim Einsteigen in den Bus auf ein Minimum zu reduzieren. Realisieren lässt sich dies durch ein Anheben der Bushaltestelle mittels Buskapsteinen auf 18 Zentimeter ab Straßenniveau oder 21 Zentimeter m bei beengten Gegebenheiten. Je nach Lage empfiehlt es sich, eine Bushaltebucht durch eine Fahrbahnrandhaltestelle zu ersetzen.

Um sehbehinderten Menschen das Auffinden der Bushaltestelle zu erleichtern, wird ein „taktiles Leitsystem“ angewandt, welches am Boden durch Rillen und Noppen den Weg zur Einstiegsfläche weist.

Der Regelaufbau einer barrierefreien Bushaltestelle sieht eine Länge von mindestens zwölf Meter. Nur bei sehr beengten Verhältnissen und Planungsschwierigkeiten lässt sich die Regellänge auf acht Meter verkürzen. Das Land bezuschusst den Ausbau der Haltestellen mit bis zu 85 Prozent. Darüber hinaus wird für Wartehallen ein Pauschalbetrag von 2050 Euro angesetzt. Für die Arbeiten bei der Bushaltestelle in der Luitpoldstraße, die sowohl von den Bussen aus Richtung Zweibrücken wie Pirmasens der einzige Haltepunkt in Riedelberg ist, wird laut Christian Schwarz mit Gesmtkosten in Höhe von rund 30 000 Euro gerechnet.

Veränderungen am Wartehäuschen sind in Riedelberg nicht geplant. Auf die speziellen Änderungswünsche der Ortsgemeinde Riedelberg war das Büro bei der Planung eingegangen. Ausbesserungsarbeiten in der Fabrikstraße soll die Firma Axel Anstätt aus Zweibrücken übernehmen, die Ratsmitglieder haben einen entsprechenden Ausführungsauftrag vergeben.

Von der Neueinteilung der Forstreviere ist Riedelberg nicht betroffen, es bleibt alles wie gehabt.