Rat geht ein Licht auf

Großsteinhausen. 122 Straßenleuchten werden in Großsteinhausen ausgetauscht. Betroffen von dieser Aktion sind alle Straßenlampen mit Ausnahme derer im Lindenweg und dem Neubaugebiet "Am Mühlberg". Das haben gestern Abend die Ratsmitglieder so beschlossen und sich dabei für die große Lösung in Sachen Lampenaustausch und Kosteneinsparung ausgesprochen

Großsteinhausen. 122 Straßenleuchten werden in Großsteinhausen ausgetauscht. Betroffen von dieser Aktion sind alle Straßenlampen mit Ausnahme derer im Lindenweg und dem Neubaugebiet "Am Mühlberg". Das haben gestern Abend die Ratsmitglieder so beschlossen und sich dabei für die große Lösung in Sachen Lampenaustausch und Kosteneinsparung ausgesprochen. Als erste und wohl einzige Ortschaft der Verbandsgemeinde wird der Ort dafür noch einen Bundeszuschuss in Höhe von 30 Prozent bekommen. Zum Monatsende läuft die Antragsfrist dafür aus."Einen Tod musst du sterben", meinte Ortsbürgermeister Volker Schmitt, als dieser auf das "Opfer Glockenleuchte" innerhalb der schmucken Ortsdurchfahrt des Ortes angesprochen wird. Nach dem Beschluss von gestern Abend werden die Lampenaufsätze (Glocke) dort überall entfernt und durch neue LED-Leuchten ersetzt. Diese neuen Lampen lassen sich bis auf 16 Watt dimmen, das bei den jetzigen Strompreisen schon jetzt mit einer Ersparnis von 4800 Euro an Unterhaltungskosten bemerkbar macht.

"Die Glockenleuchten als Beispiel hatten bisher 50 Watt, das ist schon ins Geld gelaufen", rechnet Schmitt vor. Von der Möglichkeit der Bezuschussung durch das Bundesumweltministerium erfuhr dieser bei Fachgesprächen mit dem Energieunternehmen, das jetzt den Lampentausch in zwei Varianten unterbreitet hat. Von den gegenwärtigen Gesamtkosten von rund 61 000 Euro sollen am Schluss 44 000 Euro für die Gemeinde bleiben.

Weil 2015 ohnehin ein Lampenwechsel gesetzlich erfolgen muss, hat sich der Rat zur großen Lösung durchgerungen. Auch vor dem Hintergrund des Zuschusses. Schon nach zwölf Jahren haben sich die Gesamtkosten für die Umrüstung amortisiert. Bei der "kleinen Lösung" wären rund 70 Leuchten umgerüstet worden.

Der Fachberater des Energieversorgungsunternehmens, Stefan Meister, machte darauf aufmerksam, dass in jedem einzelnen Straßenzug eine C02-Einsparung von 60 Prozent nachgewiesen werden muss, um den Bundeszuschuss zu bekommen. Dies wird bei allen Dorfstraßen auch erreicht.