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Rat Althornbach stimmt für Erweiterung des Kindergartens

Ortsgemeinderat Althornbach : Kita-Erweiterung kann kommen

Die Einrichtung in Althornbach soll künftig 65 Kindern Platz bieten.

Rund eine Million Euro wird die Ortsgemeinde Althornbach für die Erweiterung ihres Kindergartens bei der Grundschule aufbringen. Einstimmig fassten diese Woche die Ratsmitglieder den entsprechenden Beschluss. Ortsbürgermeister Bernd Kipp: „Jetzt müssen wir Fahrt aufnehmen, gut, dass es hinsichtlich der Notwendigkeit und der künftigen Gestaltung der baulichen Erweiterung überhaupt keine Diskussionen gab. Die Gemeindevertretungen aus Dietrichingen und Mauschbach, aus deren Orte die Kinder gleichfalls zur Einrichtung kommen, stimmten bereits vorher zu und signalisierten Kostenbeteiligung im finanziellen Rahmen.“

Dass jetzt alles auf gutem Wege ist, freute auch die Gemeinderepräsentanten Ulrike Vogelgesang (Dietrichingen) und Bernhard Krippleben aus Mauschbach. „Der Plan wie vorgestellt gefällt mir, ist schlüssig, die Kinder können sich weiterhin wohlfühlen. Schade nur, dass der Landesgesetzgeber einfach vorgibt was zu machen ist und dabei die finanzielle Seite völlig außer acht lässt. Wir als kleine, finanzschwache Ortschaft müssen jetzt schauen, wie wir das auf die Reihe bekommen. Das finde ich nicht richtig“, sagt die Dietrichinger Ortsbürgermeisterin.

Kollege Bernhard Krippleben aus Mauschbach schließt sich dem voll und ganz an. „Mauschbach und Dietrichingen tragen zum Projekt fast soviel bei wie Land und Landkreis. Das geht nach meiner Auffassung nicht in Ordnung. Schön wäre es zudem gewesen, wenn auch von der Kirche, die für das Personal verantwortlich zeichnet, was an finanziellem Beitrag gekommen wäre.“

Für Ortsbürgermeister Bernd Kipp aus Althornbach war es ein gutes Zeichen, dass der gesamte Rat mit seiner Zustimmung ein Zeichen setzte. „Wir stehen zu dem Vorhaben, es wird eine Herausforderung für die Gemeinde geben, doch wir werden das meistern.“

Von der Ortsgemeinde Mauschbach kommen 150 000 Euro, Dietrichingen beteiligt sich mit 50 000 Euro. Der Landkreis steuert 159 000 Euro bei, das Land fördert mit  150 000 Euro. Was an Kosten darüber hinaus anfällt, wird von Althornbach getragen.

Architekt Christoph Arnold vom gleichnamige Architekturbüro mit Partnern aus Pirmasens stellt zum Wochenanfang den Plan detailliert vor. Ein weiterer Gruppenraum mit den notwendigen Nebenräumen wird beim bestehenden Kindergarten, der direkt an die Grundschule angebaut ist, die bestehende Einrichtung um eine Nutzfläche von fast 300 Quadratmetern räumlich „wachsen“ lassen. In massiver Bauweise, mit Flachdach. Denkbar sei auch eine andere Dachform, wie Architekt Arnold erläuterte, allerdings ist das wiederum mit Mehrkosten verknüpft.

Heizungstechnisch ist im Augenblick der Kindergarten mit der Schule verknüpft, das wird sich unbedingt ändern, der Kindergarten bekommen eine separate Heizung. Dabei sollen die neuen Möglichkeiten genutzt werden, sprich weg vom Öl, hin zu den erneuerbaren Energien. So kann sich der Projektplaner durchaus eine Heizung mit Wärmepumpen vorstellen.

Der Eingangsbereich wird umgestaltet, das vorhandene Raumangebot mit neuem Ruheraum, einem Wickelbereich ergänzt. Entsprechend den neuen Gesetzesvorgaben, die ab dem kommenden Jahr in Kraft treten, werden auch die Vorschriften für das Personal beachtet und umgesetzt. Die bestehenden Räumlichkeiten werden deshalb bei der jetzigen Planung einbezogen und umgestaltet. So gibt es eine neue Küche, die jetzige wird Nebenraum. 

Derzeit platzt der Kindergarten  „aus allen Nähten“. Mit der beschlossenen Erweiterung wird sich das grundlegend ändern. Künftig sollen insgesamt 65 Kinder, also dreigruppig, Aufnahme finden können. In der Kindergartenküche wird das Tagesessen frisch zubereitet. Derzeit ist die Küche ins  Bürgerhaus ausgelagert.