Ralf Klein wünscht mehr Personal

Zweibrücken. "Es war ein gutes Jahr", stellt Ralf Klein im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur fest. Seit genau einem Jahr leitet der 43-jährige Polizeirat die Zweibrücker Polizeiinspektion. Die innerbehördliche Harmonie "in dem gut bestellten Haus" und die gute Aufnahme ins öffentliche Leben der Stadt hebt Klein in dem Gespräch hervor

Zweibrücken. "Es war ein gutes Jahr", stellt Ralf Klein im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur fest. Seit genau einem Jahr leitet der 43-jährige Polizeirat die Zweibrücker Polizeiinspektion. Die innerbehördliche Harmonie "in dem gut bestellten Haus" und die gute Aufnahme ins öffentliche Leben der Stadt hebt Klein in dem Gespräch hervor.In Zweibrücken werde der Inspektionsleiter anerkannt. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sei erwähnenswert. Durch die Abstellung von Mitarbeitern für den Flughafen und das Umfeld sei die Arbeitsbelastung sehr hoch, merkt Klein als negatives Element an. Deshalb wünscht sich Klein neben dem Beibehalten des guten Betriebsklimas "stets eine Frau oder einen Mann mehr als wir benötigen". Dem Inspektionsleiter ist bewusst, dass in den nächsten Jahren in Rheinland-Pfalz auch bei der Polizei gespart wird. Klein: "Es muss aber gewährleistet sein, dass die Polizei ihren Aufgaben nachkommen kann, wie es nötig ist." Zurzeit sind rund 90 Mitarbeiter bei der Zweibrücker Polizeiinspektion. Bei den jüngsten Versetzungen seien jüngere Beamte in die Zweibrücker Inspektion gekommen, was sich beim Schichtdienst positiv ausgewirkt habe.

Zweibrücken sei zwar eine ländliche Inspektion, aber es gebe einige Aspekte, die herausragen. So seien die Gerichte, die Staatsanwaltschaft, die Justizvollzugsanstalt, die Bundeswehr oder der Flughafen besondere Herausforderungen für eine Polizeiinspektion. Dazu kämen die Aufmärsche der rechtsextremen Szene. Damit hatte Klein gleich bei seinem Antritt zu tun. Klein: "Das waren auch öffentlichkeitswirksame Einsätze." Neben der eigenen Ausbildung habe er sich dabei auf die Kollegen verlassen können. "Ich möchte, dass sich die Bürger in Zweibrücken weiter sicher fühlen können", nennt Klein ein Ziel für die Zukunft. Dazu gehöre neben der Kriminalität auch die Sicherheit im Straßenverkehr. Mit zur Arbeit der Polizei gehört für Klein die Prävention. Dazu möchte die Polizei bei Jugendlichen und Senioren aufklären. Er werde auch weiter für ein glasfreies Stadtfest "sensibilisieren", betont Klein.

Bei der Flughafenwache ist die Entscheidung gefallen, dass die Polizei vorerst kein eigenes Gebäude baut (wir berichteten). "Für die diensthabenden Kollegen ist der Container keine gute Lösung. Aber polizeilich haben wir dennoch alles im Griff." Neben dem Objektschutz des Flughafens und der Bereitschaft bei der Abfertigung gehört auch die polizeiliche Betreuung des gesamten Gewerbegebiets mit den Style Outlets zu den Aufgaben der Beamten am Flughafen.

Zur Person

Ralf Klein leitet seit dem 1. Oktober 2010 die Zweibrücker Polizeiinspektion. Der 43-jährige Polizeirat lebt mit Frau und zwei Kindern in Steinwenden. Der gebürtige Saarländer begann 1984 seine Ausbildung bei der Polizei in Enkenbach. Dort war er nach der Ausbildung auch Gruppenführer, bevor er in Koblenz ein Studium an der Fachhochschule begann. Bei der Polizei war Klein in den Folgejahren in Ludwigshafen, bei der Autobahnpolizei Wattenheim und zuletzt in Kaiserslautern in der Polizeiinspektion. Kurz vor seinem Wechsel nach Zweibrücken schloss Ralf Klein das Studium an der Hochschule der Polizei in Münster ab. sf