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Protestantische Gemeinde Contwig-Stambach

Protestantische Gemeinde Contwig-Stambach : Gottesdienst für die ganze Familie

Der Familiengottesdienst mit den Mitmachliedern in Stambach am Sonntag kam bei Kindern wie Erwachsenen gut an. Und auch aus der Augenzwinker-Geschichte „Jesus macht frei“ konnten alle Generationen etwas lernen.

„Einfach spitze, dass du da bist!“ Mit diesem Mitmachlied begann bei strahlendem Sonnenschein der Familiengottesdienst in dem herrlichen Garten der evangelischen Christuskirche in Stambach. Mehr als 50 Personen, viele Familien mit gleich mehreren zumeist kleineren Kindern, hatten es sich dort bequem gemacht.

Auf den von den Präparanden aufgestellten Stühlen, auf mitgebrachten Picknickdecken oder auf Sitzkissen lagerten sie, einige unter den Schatten spenden Birkenbäumen rund um den unter einem Pavillonzelt errichteten Altar. Und sie durften sich gleich zum ersten Lied sowie im Verlauf des kurzen, auf die Altersgruppe abgestimmten Gottesdienstes bewegen, hüpfen, springen, tanzen, klatschen und immer wieder „Daumen hoch“ geben.

Da auch Beten dazu gehört, sprach Presbyterin und Mitorganisatorin Kerstin Schumacher ein Gebet. Die Fürbitten wurden souverän und gut verständlich von den Kindern des Kinder-Gottesdienst-Treffs unter Leitung von Ute Huth vorgelesen.

Initiatorin Susanne Duymel sang nicht nur, stimmlich und mit der Akustikgitarre unterstützt von Christian Schwarz, die Presbyterin erzählte auch die Geschichte „Jesus macht frei“ nach dem gleichnamigen Buch von Nicholas Allan. „Sie ist angelehnt an die Bibel“, zwinkerte Pfarrer Axel Schmitt gut gelaunt  und lief durch die Reihen, um die auf Großformat gezogenen Bilder rund zu zeigen.

Wunder tun ist harte Arbeit. Das muss auch Jesus erfahren, der eines Morgens aufwacht und völlig erschöpft ist von allen seinen guten Werken. „Nimm dir einen Tag frei, Jesus“, rät ihm der Doktor. „Ruh dich aus. Tu etwas, das dir Spaß macht!“ Dem Rat des Mediziners folgend verbringt Jesus einen herrlichen freien Tag.

Er reist ans Wasser, nämlich an den See Genezareth. Dort macht er einfach, was ihm Spaß macht: mit seinem Heiligenschein jonglieren, im See baden oder ganz schnell auf seinem Esel galoppieren. Als er dann ein schlechtes Gewissen bekommt – wie so viele Erwachsene – da er ja in dieser Zeit nur an sich gedacht und gar nichts für die anderen Menschen getan hätte, beruhigt ihn Vater Gott: „Während du Spaß hattest, sind dort, wo du warst, in der Wüste Quellen gesprudelt und die Fischer hatten einen viel besseren Fang. Wenn man gut für sich selbst sorgt, sorgt man damit automatisch auch gut für die Gemeinschaft.“ Am Ende der Geschichte hat Jesus dann wieder Lust auf seine Arbeit und geht „mit frohem Mut“ daran, zu heilen und Wunder zu wirken.

Mit einem rot-weißen Absperrband verbanden die Präparanden vor dem Schlusssegen alle Anwesenden und betonten damit die Gemeinschaft. Den Zwillingen Lennja und Contantejn (3) sowie ihrem Bruder Floris (5) gefiel am besten, dass sie zu den Liedern tanzen durften. Die dreijährige Ella war besonders begeistert von dem Abschlusslied „Möge die Straße uns zusammenführen“. Ihre Mutter Christina Ochs lobte den „gelungenen Gottesdienst“: „Gut, dass so etwas nach dieser schwierigen Zeit wieder möglich ist.“ Es sei eine sehr schöne Atmosphäre gewesen, „die Kinder hatten Spaß“.

Die Gastgeber freuten sich, dass auch gemeindeferne Gäste, selbst katholischen Glaubens, gekommen waren und natürlich über den Ruf nach dem nächsten Familiengottesdienst.