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Pläne für Riedelberg 2021: Kindergarten, Baugebiet, Dorfgemeinschaft

Jahresvorschau Riedelberg : Kinder bleiben digital im Kontakt

Riedelbergs Bürgermeister Christian Schwarz über die Kita in Corona-Zeiten und die Pläne für 2021.

„Natürlich ist durch Corona alles anders als sonst gewohnt. Doch wir versuchen die Dinge zu meistern, so gut es geht. Unsere Kleinen aus dem Kindergarten sind daheim, können dort problemlos betreut werden. Damit allerdings der Kontakt zu den Erzieherinnen und den übrigen Kindern nicht abreißt, habe ich eine Zoom-Verbindung zu den Familien der rund 15 Kinder aus der Kindertagesstätte aufgebaut. Jetzt werden für sie Geschichten vorgelesen und die Kinder können auch mit ihren Altersgenossen Kontakte pflegen“, berichtet der Riedelberger Ortsbürgermeister Christian Schwarz nicht ohne Stolz. 

Damit die Beziehung zu den Erzieherinnen, der örtlichen Kindertagesstätte und den Gleichaltrigen nicht abreißt, ist Christian Schwarz auf diese Idee gekommen. Der Hochschullehrer an der TU Kaiserslautern, Standort Pirmasens, konnte dabei aus dem reichen Erfahrungsschatz des eigenen Umfeldes schöpfen. Da es zugleich dieserhalb bei den Familien der Kleinen und in Riedelberg in Sachen Internet eine gute Infrastruktur gibt, war es für Christian Schwarz und die Erzieherinnen zusammen mit den Eltern ein gutes Experiment. Die Vorschulkinder konnten gleichfalls mit einbezogen werden.

Kindergarten ist zugleich ein Stichwort für das, was noch im Jahr 2021 auf den Weg gebracht werden soll: Der Raumbedarf, damit die Vorgaben des neuen Kindertagesstättengesetzes auch von den kleinen Ortschaft wie Riedelberg erfüllt werden können. Gemeinsam mit den Ratsmitgliedern gelte es, orientiert am Bedarf, den Planungsrahmen abzustecken. Das Büro Christoph Arnold aus Riedelberg habe ja schon ausgezeichnete Vorarbeit geleistet. Jetzt aber sei im Rat die Basis für eine künftige Planung zu schaffen. Ortsbürgermeister Schwarz: „Das Büro wird das planen, was wir als Notwendigkeit vorgeben und darüber muss erst im Gremium entschieden werden.“

Zu einer detaillierteren Aussage lässt sich Ortsbürgermeister Schwarz nicht hinreißen, allerdings ist er überzeugt: „Man muss die Kirche im Dorf lassen, die Ideen und Erfahrungen mitnehmen, dann wird das Richtige dabei herauskommen.“

Beim Thema Kindergarten kommt auch die Frage dazu auf, was der Ortsbürgermeister von einem Zweckverband auf Verbandsgemeindeebene für den Kindergarten hält. „Der Denkansatz ist für mich gut. Gerade in Zeiten von Corona muss uns doch täglich bewusst werden, welche Ressourcen in einem Zweckverband für jeden ehrenamtlichen Ortsbürgermeister einzusparen wären. Der Zeitaufwand für die Dokumentation und die vielen ähnlichen Dinge, das alles könnte zentral im Zweckverband geregelt werden,“ meint Christian Schwarz, der auch das Thema Baugebiet für das Jahr 2021 auf der Gemeindeagenda hat.

„Schon die Amtsvorgänger Martin Krämer und Klaus Falk haben daran gearbeitet, womit ich nur sagen will, dass solches nicht von heute auf morgen gerade in Riedelberg umzusetzen ist.“ Schwarz erinnert daran, dass es in seinem Heimatort zu keiner Zeit eine Flurbereinigung gab, Eine der Folgen sei, dass bei jeder „Bodenreform“ und das sei im übertragenen Sinn auch das Ausweisen von Bauland, eine Vielzahl von Grundstückseigentümern unter einen Hut zu bringen ist. „Völlig wertfrei - das macht die Sache nicht einfacher!“ Wo immer sich die Gelegenheit bietet Baulücken, zu schließen, sei die Gemeinde behilflich, das habe sie gerade im abgelaufenen Jahr nachhaltig unter Beweis stellen können, so der Ortsbürgermeister. 

Die Stärkung der Dorfgemeinschaft war bei seinem Amtsantritt ein ausgegebenes Ziel. Christian Schwarz sieht gute Ansatzpunkte dafür, dieser Losung näher zu kommen. „Auf unserer Gemarkung gibt es zahlreiche Feldkreuze und für einige davon konnten ehrenamtliche Pfleger gewonnen werden. Ja, wir in Riedelberg haben ein paar Kreuze zu tragen, doch wir bemühen uns, der Herausforderung gerecht zu werden“, sagt er.

Schon lange ein Thema mit Zündstoff sei die Wiederherstellung des Wirtschaftsweges „Höhenweg“ gewesen, der beim Errichten der Windkraftanlagen beschädigt wurde. Die Schadensbehebung sei jetzt erfolgt, Nachbesserungsarbeiten stünden allerdings noch an, ließen sich im Augenblick jedoch nicht ausführen. Das gelte zudem für die Reparaturarbeiten (Schließung von Rissen) an Gemeindestraßen, so Schwarz, wo jetzt zur Winterzeit keine Arbeiten möglich seien.