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Wegen Schlägerei bei der Kerwe: Patenschaft mit Bundeswehr wird beendet

Wegen Schlägerei bei der Kerwe : Patenschaft mit Bundeswehr wird beendet

Beim Neujahrsempfang in Battweiler gab es nicht nur nette Geschichten zu hören.

Wegen eines unschönen Vorfalls bei der Kerwe vergangenes Jahr in Battweiler zieht der Ort jetzt mit einer Entscheidung des Gemeinderates Konsequenzen. Ortsbürgermeister Werner Veith sagte am Freitag beim Neujahrsempfang: „Schönreden geht nicht mehr wenn grundlos draufgeschlagen wird, ein abgebissenes Ohr, wie geschehen, auf dem Hallenboden liegt. Die Kündigung der Patenschaft mit der Patenkompanie, es ist die 2. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 in der Niederauerbachkaserne in Zweibrücken, geht in den nächsten Tagen raus.“ Ihm tue das sehr leid, „weil ich auch meinen Grundwehrdienst in der Kaserne abgeleistet habe. Dennoch, ich gehe mit den Ratsmitgliedern in der Sache konform, wir wollen jetzt einen Schlussstrich ziehen“.

Was im gerade mal zehn Tage alten Jahr für die Dorfbevölkerung, für die Menschen im Ort wohl aus kommunaler Sichtweise bedeutend sein wird, skizzierte der langjährige Ortsbürgermeister Werner Veith beim traditionellen Neujahrsempfang in der bereits faschingsmäßig geschmückten Konrad-Loschky-Halle kurz und prägnant.

Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses steht dabei ganz oben an. Noch im ersten Jahresquartal soll mit den Trockenlegungsarbeiten im Kellergeschoß der ehemaligen Volksschule, die später zu Kindergarten und Dorfgemeinschaftshaus umfunktioniert wurde, begonnen werden. Zugleich wird die neue Heizung eingebaut. Mit der Sanierung des Gemeinderaumes und dem Anbau einer Garage für den neuen Gemeindetraktor und die sonstigen Gerätschaften soll das Vorhaben „Sanierung Dorfgemeinschaftshaus“ abgeschlossen werden. Die schon seit vielen Jahren im Gespräch befindliche Toilettenanlage für Gehbehinderte soll gleichfalls realisiert werden. Derzeit werde vom verantwortlichen Planer geprüft, inwieweit sich Pläne verwirklichen lassen, die vor Ort von Ratsmitgliedern und anderen Gesprächsteilnehmern als Lösungsvorschlag erarbeitet wurden.

Was den Bürgern so unter den „Nägeln brennt“, will Ortsbürgermeister Werner Veith möglicherweise bei eine Bürgerversammlung herausfiltern, zu der gleichfalls noch im Frühjahr dieses Jahres eingeladen werden soll. Neben dieser Meinungserforschung gibt es auch auch weitere Diskussionsschwerpunkte. Zwar bleiben in diesem Jahr die Grundstückseigentümer innerhalb der Ortslage vom Entrichten des wiederkehrenden Beitrags für den Straßenausbau verschont, doch schon jetzt sollen die Weichen für den Ausbau des kommenden Ausbauprogramms, das von 2021 bis 2025 reichen wird, festgelegt werden.

Gerade der Neujahrsempfang sei ein Abend, der nach Aussage des Ortsbürgermeisters beste Gelegenheit zum Danksagen biete. „Ich möchte Dank sagen an die Akteure, die unsere Dorfgemeinschaft pflegen, bereichern und unser Dorf so lebenswert machen.“ An erster Stelle erwähnte Werner Veith dabei Sebastian Bayer mit seinen Helfern vom Förderkreis Dorfgemeinschaft. Diese seien es auch gewesen, welche Verantwortung für die Dorfkerwe trugen, welche leider mit einem bereits bekannten unrühmlichen Ende ausgeklungen sei.

So wenig diese Tatsache ein Aushängeschild für den Ort sei, das würden vielmehr Theatergruppe und die Faschingsakteure zusammen mit den Fußballern besorgen. Gerade die seien es, welche den Ort derzeit weit über die Grenzen des Sportkreises hinaus bekannt machen würden. Kita und Feuerwehr sind weitere Adressaten der Dankesworte gewesen. ein ganz besonderes Dankeschön gab es dabei auch für Sabine Zimmer, die einmal mehr die Adventsfensteraktion organisierte und insgesamt einen Spendenerlös in Höhe von 2029 Euro vermelden konnte. An drei verschiedene Träger ist diese Summer verteilt worden, der Feuerwehrförderkreis partizipierte auch davon.

(cos)