Parkklinik entsteht in Hornbach

Ende 2018 soll die Privatklinik für psychisch und psychosomatisch Erkrankte im Oberbeiwalderhof in Hornbach fertig sein. Das sagte der zuständige Architekt Martin Grub jetzt im Merkur -Gespräch.

"Dann gebt mal Gas", hat Hornbachs Bürgermeister Reiner Hohn (FDP ) dem Architekten Martin Grub im Dezember in der Stadtratssitzung mit auf den Weg gegeben. Hohn möchte die Einweihung der Privatklinik für psychisch und psychosomatisch Erkrankte im Oberbeiwalderhof noch als Bürgermeister erleben. Mitte 2019 endet die Amtszeit.

Bis dahin sei die Umwandlung des aus dem 15. Jahrhundert stammenden Hofes in eine moderne Klinik abgeschlossen, erklärt Grub im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur . "Baubeginn ist im Frühjahr geplant. Ende 2018 wollen wir fertig sein." Der Aufstellung des Bebauungsplans hat der Stadtrat bereits einstimmig zugestimmt. Und der Verbandsgemeinderat hat den Flächennutzungsplan angepasst. Nach Auskunft der Sprecherin des Landkreises Südwestpfalz, Ulla Eder, sei das Bebauungsplanverfahren noch nicht abgeschlossen. Bis 4. September könnten noch Anregungen vorgebracht werde. Nach der Beratung über die Anmerkungen beschließe der Rat die Satzung. Danach erteile die Kreisverwaltung die Baugenehmigung.

"Das Projekt wird der Stadt und der ganzen Region gut tun", schätzt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Jürgen Gundacker (SPD ). Nach all den negativen Nachrichten von der Schließung des Flugbetriebs bis zur Schließung des evangelischen Krankenhauses. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land kann sich eine gute Auslastung der Klinik für psychosomatische Krankheiten vorstellen.

Für Hohn ist die Parkklinik ein "weiteres Leuchtturmprojekt" in Hornbach nach dem Kloster, der Stadtsanierung oder der Pirminiushalle. "Das ist ein Mosaikstein auf dem Weg, den wir vor 25 Jahren eingeschlagen haben", sagt Hohn. Und das Projekt sei auch eine Folge der Entwicklung der Stadt seit den 1990er Jahren. Vor knapp zwei Jahren hat Projektentwickler Thomas Schiwek den Plan für die Klinik in dem historischen Ambiente vorgestellt. Schon damals wurde die Frage des Hochwasserschutzes in dem Bereich erwähnt. "Die Frage hat uns auch danach noch beschäftigt", sagt Architekt Grub. Wegen der notwendigen Einschaltung von Fachbüros und Abstimmung mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion habe sich das Vorhaben etwas verzögert.

Eine Verzögerung habe sich ergeben durch die Ausweisung von 18 Zimmern als Hotelzimmer . Allerdings sei es ein "Hotel mit einem besonderen medizinischen Angebot", erläutert Grub. Es sei für Personen, die den Aufenthalt selbst zahlen. "Und dafür warten die Bauherren noch auf eine mögliche Förderzusage des Landes." Grub betont, dass das Projekt unabgängig von dieser Förderung umgesetzt werde. "Die Förderung ist nicht entscheidend für das Vorhaben."

Das Herzstück der Anlage ist der 46 mal elf Meter große Stadtbild prägende Sandsteinbau. Ins Erdgeschoss mit dem historischen Gewölbe kommt der repräsentative Speisesaal der Klinik. Ins Obergeschoss kommt ein Seminarraum. Neben dem historischen Ökonomiebau werden Seitenanlagen neu gebaut. Dort werden die Patienten- und Hotelzimmer für 57 Personen sowie die Behandlungs- und Therapieräume eingerichtet. "Dabei wird auf Barrierefreiheit geachtet", sagt Grub. Der Projektplaner hat im Oktober 2014 die Bausumme auf 14,7 Millionen Euro beziffert: "Von der Größenordnung gehen wir weiter aus." Nach der Einweihung der Klinik möchte die Stadt in dem Bereich einen Park entwickeln, so Hohn. Ideen wie eine Seilbahn über den Hornbach haben die Verantwortlichen in Hornbach schon. "Lasst uns jetzt aber erst mal bauen", sagt Hohn. Den nächsten Mosaikstein können der oder die Nachfolger legen.