Parken statt Tennis spielen

Hornbach. Alles habe seine Zeit, sinniert Reiner Hohn. Der Bürgermeister von Hornbach bedauert, dass der Tennissport beim Hornbacher Sportverein als Abteilung seit mehr als einem Jahrzehnt darnieder liegt und nicht mehr auf die Beine kam. Die Plätze vergammelten, die Natur war dabei, sich das Terrain zurückzuholen

Hornbach. Alles habe seine Zeit, sinniert Reiner Hohn. Der Bürgermeister von Hornbach bedauert, dass der Tennissport beim Hornbacher Sportverein als Abteilung seit mehr als einem Jahrzehnt darnieder liegt und nicht mehr auf die Beine kam. Die Plätze vergammelten, die Natur war dabei, sich das Terrain zurückzuholen. Aber alles hat zwei Seiten, freut sich Hohn: Mithilfe der Bürger werden aus dem Sportgelände Parkplätze.Gerdi und Rolf Behnke sind die Projektförderer. Sie waren es, die bereits vor einem Jahr für die Klosterstadt neun Wohnmobilstellplätze realisierten und fix und fertig der Stadt übergaben. Beide sind jetzt zugange, das Projekt zu erweitern: 17 neue Plätze für Wohnmobiltouristen sollen hinzukommen, vor wenigen Tagen weihte Rolf Benke die Landeskommission des Wettbewerbs "Unsere Stadt hat Zukunft" ein und zeigte, wie weit die Arbeiten inzwischen gediehen sind. "Das Gröbste haben wir hinter uns", meint Manfred Hofer, als Baupolier ein Mann vom Fach und seit etlichen Wochen nur noch an der Baustelle zwischen Pirminiushalle, Spielplatz und dem Dr.-Fritz Huber-Stadion zu finden. "Bis zuletzt war ich Platzwart für unsere Tennisplätze beim SVH, obwohl ich selbst nicht mehr aktiv Tennissport betrieb. Doch ich hatte mitgeholfen, die Gesamtanlage aufzubauen. Deshalb tat es schon weh mitzuerleben, wie es immer mehr zurückging. Dabei hatten wir besonders hochwertige und unterhaltungsfreundliche Plätze. Später mitzuerleben wie alles zuwucherte, das war schon schwer. Deshalb helfe ich gern mit, wenn hier wieder etwas Neues entsteht."

Rolf Behnke erklärt, dass das Urlaubmachen im Wohnmobil für vitale Rentner und Pensionäre immer beliebter werde; die bereits vorhandenen Plätze seien bestens ausgelastet. Manfred Hofer: "Ich erlebe das seit zwei Monaten direkt mit. Da kommen Hamburger, wollen nach Frankreich und bleiben dann eine Woche in Hornbach. Den Nordländern gefalle die Ruhe, sie schwärmten vom Platz und seinem Ambiente, sie fänden das Klosterhotel und Historama interessant, besuchten das Outlet und den Rosengarten und meinten, dass sie hier nicht das letzte Mal sein würden, erklären die Behnkes. Gerdi und Rolf Behnke, selbst Wohnmobilenthusiasten, wollen deshalb noch mehr für Hornbach werben, regelrechte Events für die Wohnmobilurlauber organisieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Tourismus in der Region leisten, wie sie hervorheben.